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Couperose: Was hilft wirklich gegen rote Äderchen?

Was hilft wirklich gegen Couperose?
Was hilft wirklich gegen Couperose? Rötungen auf Nase und Wangen 00:05:17
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Video: Was hilft wirklich gegen Couperose?

Haben Sie auch regelmäßig oder sogar dauerhaft ungewöhnlich rote Äderchen an Wangen oder Nasenflügeln? Dann könnten Sie von Couperose betroffen sein. Dabei handelt es sich um eine Gefäßerweiterung. Aber wodurch entsteht Couperose und was kann man dagegen tun?

So manche Frau wünscht sich hin und wieder zart rosafarbene Apfelbäckchen ins Gesicht, denn sie stehen für Jugendlichkeit, Frische und Gesundheit. Gerne helfen wir in dem Fall auch mit etwas Rouge nach. Doch was, wenn wir die Hautfärbung nicht mehr in der eignen Hand haben und sie sich nicht nur über die Wangenpartie, sondern auch noch über die Nase zieht? In dem Fall lautet die Diagnose für gewöhnlich Couperose – und die ist alles andere als erwünscht.

Was genau ist Couperose?

Haben wir sichtbar geweitete, rote oder blaue Blutgefäße im Bereich des Gesichts, sprechen Mediziner von Couperose. Ausgelöst wird sie von einer genetisch bedingten Bindegewebsschwäche. Wie es so oft der Fall bei Bindegewebsschwächen ist, sind auch hierbei vor allem Frauen betroffen und das etwa ab dem 30. Lebensjahr. Auch laufen besonders hellere, empfindliche Hauttypen Gefahr, die lästigen Hautrötungen vorzuweisen.

Die kleinen, roten Äderchen im Gesicht werden auch Teleangiektasien genannt und sind bei Couperose zu Beginn vorübergehend, später ständig erweitert. Das Blut staut sich darin und sie werden deutlich als Gefäßnetz unter der Haut sichtbar.

Was ist der Unterschied zu Rosacea?

Bei Couperose handelt es sich um eine Frühform von Rosacea beziehungweise Rosazea - eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die zusammen mit einer überempfindlichen Haut auftritt. Oftmals wird deshalb von den Betroffenen sowohl ein Stechen und Brennen als schmerzhafte Symptome wahrgenommen.

Typisch für Rosacea ist das sogenannte Flushing – spontane Hautrötungen an Wangen, Kinn, Nase und Stirn. Ist diese Hauterkrankung besonders schwerwiegend, kann es zu einer Verdickung der Haut (Rhinophym) besonders an der Nasenspitze kommen – das Ergebnis ist eine Knollnase, die jedoch meist ältere Männer betrifft.

Diese Dinge sind bei Couperose tabu

Besteht eine Veranlagung für Couperose, kann sie durch einige Faktoren verstärkt werden. Meiden Sie jedoch die folgenden Punkte, können Sie es schaffen, die Rötungen im Zaum zu halten:

  • Kein exzessives Sonnenbaden! Zudem sollten Sie die betroffenen Gesichtspartien besonders im Sommer immer mit einem hohen Lichtschutzfaktor schützen. LFS 50 ist absolute Pflicht, besser ist ein Sunblocker.
  • Starkes Rauchen, viel Alkohol und Kaffee sowie scharfes Essen sollten Sie in Zukunft ebenfalls meiden.
  • Vermeiden Sie auch starke Temperaturschwankungen wie zum Beispiel in der Sauna.
  • Peelings sind vorerst tabu, denn sie regen die Durchblutung an und verstärken so die Couperose.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Beauty-Produkte keinen Alkohol, keine Mineralöle oder Silikonöle enthalten, denn diese fördern die Durchblutung.

Sorgen müssen Sie sich nicht - Couperose ist im Gegensatz zu Rosacea keine Krankheit. Sie stört viele der Betroffenen allerdings aus ästhetischen Gründen.

Was hilft akut gegen Couperose?

Wenn Ihr Gesicht mal wieder glüht, können Sie folgende Hilfs- und Hausmittel anwenden, um Ihre Haut etwas zu beruhigen:

  • täglich feuchte Umschläge auf die betroffenen Partien auflegen
  • kühlende Gele mit Eukalyptus und Minze auftragen
  • Kompressen mit schwarzem Tee, Zinnkraut, Arnika und Rosskastanie stärken das Bindegewebe
  • Thermalwasserspray
  • Gesichtsspray und -creme im Kühlschrank lagern, um den Kühleffekt zu erhalten
  • Gesicht nach der Reinigung kühl abspülen

Um die feinen Äderchen effektiv zu kaschieren, können Sie einen grünstichigen Concealer verwenden. Grünstichig deshalb, weil es die Komplementärfarbe zu Rot ist und die Couperose somit neutralisiert. Tragen Sie danach wie gewohnt Ihr Make-up auf und pudern sie es anschließend ab.

Wie erfolgreich sonstige Methoden wie zum Beispiel teure Cremes und spezielle Laserbehandlungen gegen Couperose vorgehen, haben drei betroffene Frauen für uns zwei Wochen lang getestet. Welche Methode dabei die beste Wirkung erzielt, sehen Sie im Video.

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