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Coole 'Happy'-Version: Lola hat das Down-Syndrom - und tanzt

Menschen mit Down-Syndrom: "Trotzdem sind wir glücklich!"

Im Netz kursiert eine neue Version des 'Happy'-Videos: Darin tanzen Kinder, Teenies und Erwachsene mit Down-Syndrom zu dem Mega-Hit von Pharrell Williams. Die Botschaft: Sie sind happy und zufrieden so wie sie sind! Mit dabei: Lola aus Leipzig, 6 Jahre alt. Ihre Mutter hat uns erzählt, wie es zu dem Videodreh kam - und sie hat ein Buch darüber geschrieben, was es wirklich bedeutet, ein Kind mit Down-Syndrom zu haben.

Amelie Mahlstedt beschreibt ihre Tochter Lola so: "Sie hat unglaublich viel Humor und lacht über alle Witze. Wenn sie etwas will oder nicht will, dann zeigt sie das sehr, sehr deutlich. Sie ist ein Mensch, der sich sehr darum kümmert, wie es anderen geht und sehr fürsorglich ist - und sehr liebevoll."

Lola hat da vieles mit anderen Down-Syndrom-Erkrankten gemeinsam. Die 6-Jährige ist mit dabei in einer neuen Cover-Version des 'Happy'-Videos. Dieses wurde extra anlässlich des 'Welt-Down-Syndrom-Tags' gedreht.

In Lolas Selbsthilfegruppe wurde vorgeschlagen, bei diesem Videodreh mitzumachen - eine tolle Idee fanden beide. Denn dieses Video drückt genau aus, wie es ist: "Wir sind glücklich wie alle anderen."

Kein leichter Weg zum Glück

Dabei hat es gerade für Lolas Mutter lange gedauert, bis sie mit ihrer Tochter glücklich sein konnte. Lola ist mit ihren sechs Jahren auf dem Entwicklungsstand einer 3-Jährigen - aber die größte Herausforderung der Mutter bestand darin, mit der immer noch mangelnden Akzeptanz in der Gesellschaft klazukommen. Dabei liebt Amelie ihre Tochter so, wie sie ist.

Und genau vor dieser Herausforderung haben viele Eltern Angst. Mit diesem Video haben weltweit Kinder mit Down-Syndrom auf diese Sorgen werdender Mütter geantwortet. Amelie Mahlstedt ist sich sicher: Man muss sich erst mal von dem "Traumkind", das man sich vorgestellt hat, verabschieden. Manchmal kann das schwierig sein, aber dann entdeckt man, wie viel einem gegeben wird.

Lolas Mutter wünscht sich jedenfalls, dass ihre Tochter Lola nicht ausgegrenzt wird - dass sie dazu gehört, wie jeder andere auch.

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