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Conversiologie: Krankheiten erkennen an Füßen und Händen

Füße und Hände können Krankheiten verraten
Füße und Hände können Krankheiten verraten Wenn die Schulmedizin nicht mehr weiter weiß 00:03:18
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Conversiologie: Allergie oder Herzprobleme erkennen

"Ich kann Krankheiten erkennen, nur indem ich mir Füße und Hände meiner Patienten anschaue", behauptet Karin Mayr aus Österreich. Conversiologie nennt sich die Wissenschaft, die zur Krankheitsdiagnose die Füße eines Menschen betrachtet. Wie funktioniert das Ganze? Und ist es tatsächlich möglich, Krankheiten an den Füßen abzulesen?

Conversiologie hilft, Krankheiten wie Allergie oder Herzprobleme zu erkennen
Mit Conversiologie kann man Krankheiten an Händen und Füßen ablesen © Wladimir Wetzel - Fotolia

An den Zehen erkennt sie Herzrhythmusstörungen, Allergien, Wirbelfehlstellungen und Bauchkrankheiten. Die Hände können auf die Belastung mit Giftstoffen und auf Lymphprobleme hindeuten. Außerdem kann sie seelische Belastungen erkennen. Karin Mayr behauptet: "Ich lese in den Körperteilen Krankheiten, die sonst niemand entdeckt."

Conversiologen gehen davon aus, dass Krankheiten zu energetischen Störungen im Körper führen. Diese sogenannten Disharmonien können an den Füßen erkannt werden. Farbe, Form und Linie der Füße geben Aufschluss darüber, wie wir uns ernähren, was uns beschäftigt und ob und wie wir uns bewegen sollten. "Ich sehe Füße und weiß, wie der Mensch denkt, wie er lebt und wie er isst“, erklärt Katrin Mayr.

Reporterin Juliane will wissen, wie genau die Methode funktioniert. Eigentlich hat sie keine Probleme. Karin Mayr sieht sich ihre Zehen, Ohren und Hände genau an - sie sind für sie wie ein Spiegel, in denen sie Krankheiten ablesen kann. Sie hat für sich im Laufe der Jahre sogenannte "Deutungszonen" entwickelt, die auf körperliche und emotionale Probleme hinweisen: "Man erkennt, dass im Schultergürtelbereich starke Anspannungen herrschen.“ Außerdem rät sie der Reporterin, zum Frühstück kein Müsli zu essen. Denn die Milch im Müsli soll angeblich bei Juliane zu Verschleimungen führen. Deshalb soll sie ihre Essgewohnheiten ändern.

Conversiologie wird auch von Schulmedizinern anerkannt

Dass diese ungewöhnlichen Deutungsmethoden tatsächlich helfen können, kann die 17-jährige Carmen bestätigen: Sie litt neun Jahre lang an Fructose- und Laktoseintoleranz, hatte ständig Kopf und Bauchschmerzen. Niemand konnte ihr helfen. Dank einem individuellen Ernährungsplan von Karin Mayr, der vorschreibt, dass sie bestimmte Dinge nur zu ganz speziellen Uhrzeiten essen darf, geht es ihr jetzt richtig gut.

Dass auch Schulmediziner die Methode anerkennen, beweist die Aussage von Dr. Gabriele Kastner. Die Allgemeinmedizinerin kann zwar keine Milchunverträglichkeit bei Juliane feststellen, ordnet die Methoden der Krankheitsableserin aber keinesfalls als Scharlatanerie ein: "Es ist durchaus möglich, dass man diese Dinge auch sieht und beobachtet, vor allem, wenn man viele Leute sieht und das über einen langen Zeitraum."

Auch wenn es ein wenig wie Zauberei klingt - durch den Anblick von Füßen, Ohren und Händen kann Karin Mayr tatsächlich Menschen helfen, die mit der Schulmedizin allein nicht weiterkommen. Eine Erstanalyse kostet übrigens 146 Euro - die Kassen übernehmen die Kosten nicht.

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