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Conn-Syndrom: Bluthockdruck-Patienten sollten ihren Aldosteron-Wert checken lassen

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So beugen Sie Herzproblemen vor! Viele leiden unwissentlich unter Bluthochdruck 00:01:32
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Das Hormon Aldosteron wird in den Nebennieren gebildet

Eigentlich gilt Bluthochdruck als unheilbar - der Blutdruck lässt sich zwar mit Medikamenten für eine bestimmte Zeit senken, aber nicht dauerhaft. Deshalb müssen viele Hypertonie-Patienten ihr Leben lang Tabletten schlucken. Einer neuen Studie zufolge könnte sich das allerdings bald ändern. Zumindest für Bluthochdruck-Patienten mit einem erhöhten Wert des Hormons Aldosteron. 

Bei sechs Prozent der Bluthochdruck-Patienten kann man von einer Hormonursache ausgehen

Die Deutsche Gesellschaft für Endrokrinologie (DGE) empfiehlt allen Hypertonie-Patienten, von ihrem Hausarzt den Aldosteronwert im Blut checken zu lassen. Ist der Hormonstatus auffällig, könnte ein sogenannter Hyperaldosteronismus die Ursache für den hohen Blutdruck sein - ein anderer Fachbegriff dafür lautet Conn-Syndrom. "In so einem Fall kann eine Operation den Blutdruck dauerhaft heilen", wird Professor Dr. Martin Reincke in der DGE-Mitteilung zitiert.

Hoffnung gibt eine Studie von Forschern aus Turin, die jetzt in der Fachzeitschrift 'Journal of the American College of Cardiology' erschienen ist. Aus dem Studienergebnis folgert Reincke: "Bei sechs Prozent der an Bluthochdruck Erkrankten kann man von einer Hormonursache ausgehen und diese ist behandelbar oder auch heilbar." Eine gute Nachricht für tausende von Menschen, denn allein in Deutschland leidet rund ein Viertel der Bevölkerung unter hohem Blutdruck.

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Welche Folgen hat der Hyperaldosteronismus?

Aldosteron wird in den Nebennieren, den Drüsen oberhalb der Nieren, gebildet. Das Hormon regelt den Kochsalz- und Flüssigkeitsgehalt des Körpers. Bei einem Aldosteronüberschuss kommt es in der Niere schließlich zu einem Anstieg des Blutdrucks.

Von 1.672 Teilnehmern der PATO-Studie wurde bei 99 Patienten tatsächlich das Conn-Syndrom diagnostiziert. Je stärker der Bluthochdruck ausgeprägt war, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Patienten unter dem Conn-Syndrom leiden. "Für uns ergibt sich daraus die Forderung, dass alle Hypertoniker zumindest einmal untersucht werden sollten, ob ein Conn-Syndrom vorliegt", wird der DGE-Mediensprecher Professor Dr. Matthias Weber in der Mitteilung zitiert.   

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