Comeback nach Koma: Camilla Pedersen ist Triathlon-Weltmeisterin

Beeindruckende sportliche Leistung nach künstlichem Koma

Dass Camilla Pedersen Triathlon-Weltmeisterin wird, hätte vor einem Jahr garantiert niemand gedacht: Zu dem Zeitpunkt lag die Dänin nämlich noch im künstlichen Koma, in das sie wegen eines Unfalls versetzt werden musste. Als sie aufwachte, sagten ihr die Ärzte, sie würde wahrscheinlich nie wieder laufen können. Nun holte sie sich den Weltmeistertitel im Triathlon auf der Langdistanz.

Comeback nach Koma: Camilla Pedersen ist Triathlon-Weltmeisterin
Camilla Pedersen lag nach einem schweren Unfall drei Wochen lang im künstlichen Koma.

Dass Camilla Pedersen wieder so schön lachen kann wie bei der Ankunft in ihrer Heimat Dänemark, hätte sie wohl selbst nicht gedacht: "Ich habe noch nicht realisiert, dass ich gerade Weltmeisterin geworden bin. Das ist echt seltsam - vor allem, weil ich exakt heute vor einem Jahr aus dem Koma erwacht bin", erzählt die 31-Jährige. Im September 2013 erlitt sie bei einem Fahrradunfall einen Schädelbruch. Dabei wurde das Gehirn so verletzt, dass die Ärzte sie für drei Wochen ins künstliche Koma versetzten. Camilla hatte dabei noch Glück: "Wäre der Bruch 2 Millimeter weiter unten gewesen, wäre ich heute tot", sagt die Sportlerin.

Als sie aus dem Koma erwachte, wartete schon der nächste Schock auf Camilla: Die Ärzte sagten ihr, sie könne wahrscheinlich nie wieder laufen. Doch Camilla gab nicht auf. Mit einer eisernen Disziplin trainierte sie ihre Beine. "Sie ist eine derjenigen, die eine unglaubliche Willenskraft haben", erinnert sich Michael Krüger, Camillas Trainer. Sie lernte wieder laufen, machte täglich Fortschritte, begann dann schrittweise mit dem Triathlon-Training - und holte jetzt den Weltmeistertitel. "Ich bin so glücklich - glücklich wieder mein Leben zurück zu haben", freut sich die Weltmeisterin. Es ist ein Leben, in das sie sich selbst zurückgekämpft hat.

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