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Colitis ulcerosa: Was steckt hinter der Darmerkrankung?

Dr. Ulf Kahmann beantwortet Fragen zu Colitis ulcerosa
Dr. Ulf Kahmann beantwortet Fragen zu Colitis ulcerosa Fünf Fragen an?! 00:02:45
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Colitis ulcerosa: Eine unheilbare Darmerkrankung

Chronische Darmerkrankungen sind immer mehr Menschen ein Begriff. Viele haben schon mal von Morbus Crohn gehört, kennen sogar einen der in Deutschland rund 300.000 Betroffenen. Etwa halb so viele – rund 168.000 Patienten in Deutschland – leiden unter der weniger bekannten Colitis ulcerosa. Wir erklären, was es mit der Erkrankung auf sich hat.

Durchfall und Bauchschmerzen.
Rund 170.000 Menschen leiden unter Colitis ulcerosa. © picture alliance / Arco Images G, Rudolf

Was ist Colitis ulcerosa?

Bei der Colitis ulcerosa handelt es sich um eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut. Im Gegenteil zu Morbus Crohn, bei dem der ganze Verdauungstrakt betroffen ist - beschränkt sich die Entzündung jedoch auf den Dickdarm. Sie beginnt am Mastdarm und breitet sich dann bis zum Übergang vom Dünndarm in den Dickdarm aus. Die Entzündungen treten meist in Schüben auf – und das ein Leben lang.

Wer erkrankt an Colitis ulcerosa?

Oft tritt die Krankheit zwischen dem 25 und 35 Lebensjahr zum ersten Mal auf. Aber auch Kleinkinder oder ältere Menschen können daran erkranken. Dabei sind Männer wie Frauen etwa gleich stark betroffen. Einige leben dabei für Monate oder sogar Jahre beschwerdefrei, während bei anderen Medikamente und chirurgische Eingriffe nötig sind.

Wie äußert sich Colitis ulcerosa?

Betroffene leiden unter blutigen, schleimigen Durchfällen – meist verbunden mit starken Bauchschmerzen, vor allem im linken Unterbauch. Oft kommen auch Fieber und ein Gefühl körperlicher Schwäche hinzu. Manchmal können Begleiterscheinungen wie Hautveränderungen, Augenentzündungen oder Gelenkprobleme hinzukommen.

Wie wird Colitis ulcerosa behandelt?

Eine Heilung der Krankheit ist bisher nicht möglich, da bis zu 160 Genveränderungen an einer Colitis ulcerosa beteiligt sein können. Mit Medikamenten kann die Krankheit in den meisten Fällen aber mittlerweile gut unter Kontrolle gebracht werden. In akuten Fällen müssen Darmteile entfernt oder Darmverengungen geöffnet werden.

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