Chemische Methoden

4. Kupferkette:

Wirkungsweise: Die Kupferkette setzt kontinuierlich Kupfer-Ionen frei, die eine Entzündungsreaktion der Gebärmutterschleimhaut verursachen. Dadurch werden die Spermien daran gehindert, zur Eizelle zu gelangen. Außerdem besitzt Kupfer spermizide Eigenschaften.

Anwendung: Die Kupferkette besteht aus vier bis sechs kleinen Kupferzylindern, die an einem Nylonfaden aufgereiht sind. Der Arzt näht während der Regelblutung ein Faden-Ende am oberen Teil der Gebärmutterwand mit Hilfe einer feinen Nadel fest.

Vorteile: keine hormonelle Belastung, hält bis zu 5 Jahren, löst kaum Blutungsstörungen aus, wird wegen der festen Verankerung nicht von der Gebärmutter ausgestoßen

Nachteile: bisher nicht in Deutschland zugelassen, der/die Gynäkologe/in muss sie aus dem Ausland beziehen, teils aufwendige Such nach einem Frauenarzt mit Kupferketten-Erfahrung, erhöhtes Risiko aufsteigender Infektionen

Pearl-Index: 0,1 und 0,3

Kosten: sehr unterschiedlich: von ca. 150 bis 350 Euro für Kette und Einsetzen

Für wen geeignet: für Frauen mit Abneigung gegen hormonelle Verhütung, für Frauen, die eine langfristige, bei Kinderwunsch jederzeit änderbare und sichere Verhütung wünschen

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