Chaos bei Overather Weihnachtsmarkt – Facebook-Werbung aus dem Ruder gelaufen

Am ersten Adventswochenende war der Weihnachtsmarkt in Overath-Kreutzhäuschen schon völlig überlaufen.
So ähnlich sieht es auf dem "Bergischen Weihnachtsmarkt im Wald" in Overath-Kreutzhäuschen aus. (Bild: Velener Waldweihnachtsmarkt). © dpa

Weihnachtsmarkt in Overath-Kreutzhäuschen völlig überlaufen

Overath-Kreutzhäuschen ist ein beschaulicher kleiner Ort in der Nähe von Köln (Nordrhein-Westfalen). Viele wollten am ersten Adventswochenende dem heimischen Weihnachtstrubel entfliehen und machten sich auf den Weg zum idyllischen "Bergischen Weihnachtsmarkt im Wald". Leider wurde der Markt im 75-Seelen-Dorf bei Facebook etwas zu gut beworben, und tausende Besucher verstopften die Straßen ins Dörfchen.

Statt Weihnachtsstimmung gab es erstmal Stau

Weihnachtlicher Glühwein-Duft, herrlich dekorierte Büdchen und ein verschneiter kleiner Wald, in dem das Ganze stattfindet: So stimmungsvoll hatten sich die Besucher des Overather Weihnachtsmarktes ihren Aufenthalt vorgestellt. Die Realität sah leider erstmal ganz anders aus: Stoßstange an Stoßstange versuchten Tausende aus dem ganzen Land zum Weihnachtsmarkt zu kommen. Eine Stunde Wartezeit mussten sie in Kauf nehmen, um überhaupt in die Nähe des Markes zu kommen. Endlich bei den Weihnachtsbüdchen angekommen, konnten die Angereisten zwischen den Menschenmassen höchstens einen Blick auf den Weihnachtsmarkt erhaschen. Die Heimreise gestaltete sich ähnlich schwierig wie die Anreise, denn viele Autos steckten im Matsch fest und mussten von den Dorfbewohnern erstmal befreit werden.

Doch wie kam es zum Weihnachtsmarkt-Chaos?

Am ersten Adventswochenende war der Overather Weihnachtsmartk schon völlig überlaufen.
Die Veranstalter des Overather Weihnachtsmarktes bitten darum, auch auf andere Märkte auszuweichen. © Facebook

Über Facebook hatte der Veranstalter des Weihnachtsmarkts in Overath-Kreutzhäuschen Werbung gemacht, und die kam gut an – zu gut. Mehr als 10.000 Menschen wollten teilnehmen, über 140.000 interessierten sich für den Weihnachtsmarkt. Ungewöhnlich viele hielten Wort – und verursachten ein Verkehrschaos.

Der Veranstalter reagierte umgehend: Für die nächsten Adventswochenenden wird über Maßnahmen wie Umleitungen, Sperrungen sowie den Einsatz eines professionellen Verkehrssicherungsdienstes und eines Shuttle-Services nachgedacht. Sogar ihre Facebook-Einladung haben die Organisatoren zurückgezogen und bitten überregionale Besucher nun, auch andere Weihnachtsmärkte zu besuchen.

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