ERZIEHUNG ERZIEHUNG

Cannabis-Konsum bei Jugendlichen: Woran erkenne ich, dass mein Kind kifft?

Haschisch und Marihuana an Schulen: Kifft mein Kind auch?

Cannabis legalisieren oder nicht? Darüber wird in Deutschland zur Zeit wieder heftig diskutiert. Die Befürworter meinen, wenn Kiffen nicht mehr verboten ist, lassen Jugendliche eher die Finger davon. Kritiker behaupten: Marihuana macht dumm und antriebslos. Eine neue Studie scheint genau das zu bestätigen. Wir zeigen, was der Cannabis-Konsum bei Kindern und Jugendlichen wirklich anrichtet und wie Eltern erkennen können, ob ihre Kinder kiffen.

Cannabis-Konsum bei Jugendlichen: Das Gesundheitsrisiko ist nicht zu unterschätzen
Cannabis-Konsum bei Jugendlichen: Hat Ihr Kind schon mal gekifft? © deutsche presse agentur

Tatsächlich wird Cannabis von einigen Kindern und Jugendlichen sogar täglich konsumiert - und das hat Folgen für das ganze Leben. Suchtmediziner Dr. Derik Hermann kennt die typischen Folgen von Cannabis-Konsum: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, eine Absenkung des Intelligenzquotienten und - bei starkem Konsum - sogar eine Entwicklung von Psychosen, bis hin zu Halluzinationen und Verfolgungswahn.

Gerade weil sich das jugendliche Gehirn noch in der Entwicklung befindet, ist der Schulalltag bekifft kaum zu bewältigen. Gras, Marihuana, Cannabis - es ist der Reiz des Verbotenen, einmal mitmachen, dazugehören. Und auch andere Gründe spielen eine große Rolle, weiß Dr. Hermann: "Es sind oft Jugendliche, die von Misserfolgen geprägt werden - in der Schule und in ihrem Umfeld. So sind es gerade diejenigen, die es im Leben schwer haben, die eher mit dem Konsumieren von Cannabis anfangen.

Cannabis-Konsum: Das sind die Symptome

Oft fragen sich die Eltern, was mit ihren Kindern los ist, warum die schulischen Leistungen nachlassen und warum sie sich immer mehr von der Familie abkapseln. Das eigentliche Problem wird nicht erkannt. Dabei sind die Symptome ähnlich wie bei Betrunkenen:

- verwaschene Sprache

- Koordinationsprobleme

- langsamere Reaktionen

- rote Augen

- auffällig große oder kleine Pupillen

Erkennen Sie bei Ihrem Kind diese Anzeichen, gilt es viel Feingefühl zu beweisen. Konfrontieren Sie Ihr Kind ganz einfühlsam mit dem Verdacht und suchen Sie schnellstmöglich zusammen bei einer Suchtberatungsstelle Hilfe.

Anzeige