Cannabis als Rauschmittel: Harmlos oder Einstiegsdroge?

25.01.12 15:45
Cannabis als Rauschmittel kann zur Sucht werden.
Bildquelle: dpa bildfunk
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Cannabis: Was ist das eigentlich genau?

Die Hanfpflanze 'Cannabis sativa' ist das Ausgangsprodukt für Haschisch und Marihuana. Als wichtigster Wirkstoff gilt Tetrahydrocannabinol (THC). Besonders stark konzentriert ist er im Harz der Blüte, das als Haschisch konsumiert wird.

Cannabis und Cannabis-Produkte gehören nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz zu den illegalen Suchtmitteln, deren Besitz und Anbau ebenso wie der Handel damit verboten sind und strafrechtlich verfolgt werden.

Manche glauben, dass man von Cannabis gar nicht abhängig werden kann, aber das ist falsch. Denn es kann eine intensive psychische Abhängigkeit entstehen. Die Abhängigkeit tritt ein, weil die Wirkung als angenehm empfunden wird. Mit dem Kiffen können die Konsumenten Stimmungen beeinflussen, z.B. ein Gefühl von Entspannung und Abstand herstellen, wenn sie eigentlich ärgerlich oder frustriert sind.

Ob jemand bereits unter Cannabissucht leidet, ist an bestimmten Anzeichen zu erkennen.

1. Ein erstes Anzeichen für eine Sucht ist die Regelmäßigkeit, mit der Cannabis konsumiert wird. Außerdem kann man sagen, je länger Cannabis konsumiert wird, desto höher ist die Gefahr einer Abhängigkeit.

2. Eine Sucht liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit vor, wenn die betreffende Person sich nicht vorstellen kann, den Tag ohne Cannabis durchzustehen oder regelrecht nervös wird, wenn keine Drogen mehr im Haus sind.

3. Süchtige neigen dazu unruhig, aggressiv oder depressiv zu werden, wenn wenn sie keine Drogen mehr zur Verfügung haben.

4. Oft nehmen sich die Süchtigen vor, weniger oder gar kein Cannabis mehr zu konsumieren. Das schaffen sie dann aber nicht mehr.

Nach einer neuen Untersuchung ist der Rauch eines Joints so krebserregend, wie der von 20 Zigaretten. Je länger Cannabis geraucht wird, desto höher ist das Lungenkrebsrisiko. Außerdem kann es bei Cannabiskonsum zu massiven Einschränkungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit kommen. Bei besonders sensiblen Menschen steigt die Gefahr einer psychischen Erkrankung um ein Vielfaches an.

Entgegen der landläufigen Meinung kann es auch bei einem Cannabisentzug zu einer Reihe von körperlichen Entzugserscheinugen kommen. Dazu gehören Nervosität, Unruhe, Schlafprobleme und wirre Träume. Außerdem verminderter Appetit, Aggressivität, Depressionen, Angst, Muskelzittern, Schwitzen und erhöhte Temperatur. Auch Durchfall, Magenprobleme, Übelkeit und Erbrechen sowie Kopfschmerzen können auftreten.

Diese Entzugserscheinungen kommen in der Regel nicht einzeln, sondern meist geballt auf.

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