Burka-Verbot: Was ändert sich durch das neue Burka-Urteil?

Bedeutet das Urteil wirklich mehr Freiheit für Frauen?

Geht der Kampf um die Burka jetzt erst richtig los? Ein Verbot wird erlaubt - klingt nüchtern, ist aber hochemotional! Für die Frauen, die ihre Umwelt bisher nur durch zwei Sehschlitze erlebt haben. Für die Männer, die ihre Frauen nur bis zur Unkenntlichkeit verhüllt auf die Straße gelassen haben. Und natürlich für alle, denen die schwarzen Einheitsgestalten schon immer ein Dorn im Auge waren. Was wird sich jetzt ändern? Bedeutet das bestätigte Burka-Verbot wirklich mehr Freiheit für die Frauen?

Burka-Verbot: Was ändert sich durch das neue Burka-Urteil?
In Frankreich ist ein Burka-Verbot eingeführt worden © dpa, Boris Roessler

Von Dagmar Baumgarten

Auch wenn das jetzt kein Moslem gerne hört: Aus medizinischer Sicht ist das Urteil das richtige Rezept. Denn durch ihre Vollverschleierung, mit der auch ein Vampir außerhalb seines Sargs unbeschadet umherwandeln könnte, haben die Frauen einen massiven Vitamin-D-Mangel, der ihre Gesundheit erheblich beeinträchtigt. Ihre Haut wird sicherlich aufatmen, aber was hat das noch für Auswirkungen?

Die Verschleierung soll ja angeblich vor den Blicken der Männer schützen. Paradoxerweise ziehen sie aber genau durch diese textilen Glaubensbekenntnisse bei uns oft böse Blicke an - zugegeben auch von Frauen!

Die extrem verschleierten Frauen irritieren viele. Oft lösen sie sogar Wut aus. "Geh doch zurück, wo Du herkommst, wenn Dir unsere Sitten nicht passen!", schimpfen die einen. "Wie kann die sich nur so den Männern unterwerfen?", wettern die anderen. Ärger bis zum Hass, Unverständnis bis zur Intoleranz. Bei vielen setzen die verhüllenden Burkas ziemlich unchristliche Gefühle frei

Unter Nicht-Muslimen löst die Verhüllung oft Unbehagen aus

Manche spüren einen diffusen Ärger, weil sie die Burkas nicht nur als textile, sondern auch als symbolische deutliche Abgrenzung von uns und unseren Werten empfinden. Aber die Extrem-Schleier lösen auch Unbehagen aus, weil sie Ängste wecken. Einerseits die Urangst vor dem Fremden. Andererseits die reale Angst, dass Voll-Verschleierung nicht nur religiösen, sondern auch politischen Extremismus bedeutet. Womöglich sogar Terrorbereitschaft im Namen des Fanatismus.

Nein, beteuern die Muslime, das sei lediglich ein religiöses Bekenntnis. Es ist für uns Westlerinnen allerdings schwer vorstellbar, dass eine Frau sich wirklich freiwillig schwarze sackartige Gewänder überstülpt. Ist das wirklich der Glaube an Allah? Oder glauben sie, dass es richtig ist, weil es doch schon immer so war. Im Koran steht nämlich an KEINER Stelle, dass eine Frau sich komplett verhüllen muss. Also fragt man sich, warum die Vollverschleierung denn dann wirklich so wichtig ist? Ist es also doch nur eine textile Unterwerfungsgeste?

Das europäische Gericht für Menschenrechte lässt auch die Religion außen vor. Es beruft sich auf die Gleichberechtigung. Denn in Frankreich darf niemand sein Gesicht bis zur Unkenntlichkeit verhüllen - egal ob mit Sturmhaube oder Burka!

Sicher werden einige Männer lieber die 150 Euro Strafe in Kauf nehmen, als dass sie ihren Frauen erlauben, ohne Burka herumzulaufen.

Leider werden dem auch viele Frauen zustimmen. Und sich nicht trauen unter ihrer Verhüllung hervorzukommen. Was heißt das also? Dass sie dann lieber gar nicht mehr auf die Straße gehen?

Möglicherweise. Vielleicht wird sich aber bei einigen auch etwas bewegen. Alleine, weil sie sich vielleicht damit auseinandersetzen, warum sie eigentlich Burkas tragen sollen. Ob es wirklich Allahs Wille, oder womöglich doch nur der egoistische Wunsch eines Paschas ist!

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