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Büro: Das nervt die Kollegen meisten!

Büro: Das nervt die Kollegen meisten!
© picture-alliance / dpa, PA

Mettbrötchen oder Telefonieren - das nervt

Sitzen Sie auch den lieben langen Tag im Büro? Dann können Sie sicher auch ein Lied davon singen, womit Ihre Kollegen Sie in den Wahnsinn treiben. Denn wer grundsätzlich in den Telefonhörer brüllt, am Schreibtisch das frisch zubereitete Mettbrötchen ausbreitet oder aus Prinzip kein Deo benutzt, verscherzt es sich schnell mit den Kollegen. Aber welche Marotte oder Angewohnheit stört am meisten?

Am meisten gestört fühlen sich Arbeitnehmer von Kollegen, die aus Prinzip kein Deo benutzen - oder zumindest so riechen, als sei dies der Fall. Unangenehmer Körpergeruch sowohl für alle Beteiligten lästig. Wenn Sie es gar nicht mehr aushalten, sollten Sie Ihren Kollegen darauf aufmerksam machen. Dies funktioniert am besten in einem persönlichen Gespräch. Sprechen Sie das Thema allerdings besser im Laufe des Nachmittags an, wenn der Feierabend schon in greifbarer Nähe ist.

Auf wenig Verständnis stoßen Kollegen, die treu dem Motto "morgens der Letzte, beim Feierabend der Erste" leben und arbeiten. Denn in der Regel müssen dann andere Kollegen die liegengebliebene Arbeit erledigen. In diesem Fall können Sie entsprechende Kollegen ruhig auf das Thema Kollegialität ansprechen.

Ein großes Ärgernis sind auch Essenreste im Kühlschrank, die vor sich hingammeln. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum bereits seit längerer Zeit überschritten, entsteht vor allem bei altem Käse, faulendem Obst oder Joghurt ein sehr unangenehmer Geruch. Und dann will natürlich niemand mehr die Lebensmittel in den Kühlschrank geräumt haben, bzw. wieder daraus entnehmen. Daher sollten im Vorfeld bereits die verschiedenen Fächer im Kühlschrank auf die einzelnen Kollegen aufgeteilt werden. Auch ein Aushang in der Gemeinschaftsküche, benutzte Teller und Tassen direkt in die Spülmaschine zu räumen, kann für Ordnung sorgen.

Kennen Sie das aus: Ihnen knurrt der Magen und der Kollege am Schreibtisch nebenan bringt sich gerade sein aufgewärmtes Essen mit an den Platz? Damit nicht genug, gibt es nicht etwa Nudeln mit Tomatensoße, sondern Gyros mit Zaziki. Und das Essen lässt sich der Sitznachbar dann auch noch genüsslich und laut schmatzend auf der Zunge zergehen. Dann sollten Sie keine Hemmungen haben und den Kollegen freundlich bitten, zum Essen in die Gemeinschaftsküche oder den Aufenthaltsraum zu gehen.

Als äußerst störend wird auch lautes Telefonieren seitens der Kollegen empfunden. Wer in den Hörer schreit, dass die Wände wackeln, treibt damit die Belegschaft schier in den Wahnsinn. Die Konzentration lässt nach und vielfach kann man gar nicht anders, als das Gespräch zu belauschen. In diesem Fall kann es helfen, zunächst über den enormen Geräuschpegel zu sprechen. Wenn nichts hilft, könnte angedacht werden, dem lauten Kollegen ein seperates Büro für Telefonate zur Verfügung zu stellen.

Auch Kollegen, die einem beim Sprechen auf die Pelle rücken, nerven viele. Weisen Sie in diesem Fall den Kollegen darauf hin oder verlagern Sie das Gespräch an einen anderen Ort, an dem beispielsweise ein Tisch zwischen ihnen für ein wenig Distanz sorgt.

Bei allen Problemen gilt: Sprechen Sie die Dinge an, die Sie stören. Oftmals sind sich die Kollegen Ihrer Macken gar nicht bewusst und sogar dankbar, darauf hingewiesen zu werden. Und nur so kann sich etwas ändern.

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