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Brustverkleinerung: Trägt die Krankenkasse die Kosten?

Brüste verkleinern lassen: Wer zahlt die OP?
Brüste verkleinern lassen: Wer zahlt die OP? Wann gibt es Geld von der Krankenkasse? 00:02:59
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Natalie berichtet von ihrer Erfahrung mit einer Brustverkleinerung

Eine große Brust bedeutet ist für viele Frauen vor allem eines - eine große Belastung. Das war auch bei Natalie so. Sie hatte Körbchengröße 70 F und ließ vor anderthalb Jahren eine Brustverkleinerung durchführen. Eine Entscheidung, die immer mehr Frauen treffen. Wir zeigen Ihnen, welche Risiken es bei der OP gibt, ob die Kasse zahlt und worauf Sie achten sollten.

Gesundheitliche Beschwerden machen eine Brustverkleinerung oft notwendig

Egal ob beim Sport oder im Alltag, ihre Brust hat ihr nur noch Probleme bereitet: "Die Schultern waren verspannt, der Nacken auch und überall hatte ich wunde Stellen, weil ich BHs ganz eng am Körper trug", erinnert sich Natalie. Oft sind es gesundheitliche Beschwerden, die eine Brustverkleinerung notwendig machen.

"Eine viel zu groß gewordene Brust bringt eine Menge Beeinträchtigen mit sich, nicht nur orthopädische Verspannungen oder Rückenbeschwerden, sondern oft auch Hautprobleme und psychische Beschwerden", sagt der plastische Chirurg Dr. Ludger Meyer. Das kann Natalie nur bestätigen.

Der Leidensdruck bei betroffenen Frauen ist groß und die Bereitschaft, für einen kleineren Busen ein hohes Risiko auf sich zu nehmen auch. Denn zirka 70 Prozent aller Frauen können nach der OP nicht mehr stillen. Das hängt damit zusammen, dass bei einer Verkleinerung und höher-Positionierung eine Entfernung von Brustdrüsengewebe stattfindet. Frauen, die Kinder bekommen wollen, sollten sich den Eingriff also gut überlegen.

Auch bezüglich der Kosten. "Bei der Kostenberechnung einer Brustverkleinerung hängt viel davon ab, wie groß Brust der operative Aufwand ist. Zeit wird in Geld umgerechnet", sagt Dr. Meyer. 5.000 bis 6.000 Euro kann der Eingriff locker kosten.

Viele hoffen daher auf eine Kostenübernahme durch ihre Krankenkasse, doch das entscheidet ein ärztlicher Gutachter. Was die Erstattbarkeit dieser doch relativ hohen Kosten durch Krankenkassen angeht, hat in den letzten 10 bis 15 Jahren ein kompletter Wandel stattgefunden. Früher wurden 90 bis 95 Prozent der OPs von Krankenkassen übernommen, heute ist es genau anders herum.

Natalie hat insgesamt drei Anträge bei der Krankenkasse gestellt. Dreimal wurde sie trotz Körbchengröße F bei 1,58 Metern Körpergröße abgelehnt. Deshalb sparte sie, um sich den Traum vom kleineren Busen selbst leisten zu können. In einer mehrstündigen OP wurde ihre Brust von F auf ein C-Körbchen verkleinert. Auch wenn kleine Narben blieben - Nathalie würde die OP jederzeit wieder machen. Denn jetzt muss sie ihren Busen nie mehr mit weiten Schals verstecken. 

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