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Brustkrebsstudie: Jede Patientin bald mit personalisierter Therapie?

Neue Brustkrebsstudie könnte gezielte Therapien ermöglichen

Jede Patientin ist anders, deshalb könnte die Behandlung von Brustkrebs bald personalisiert werden. Was Mediziner bisher nicht wussten: Auch die Gene, die für Brustkrebs verantwortlich sind, unterscheiden sich von Person zu Person sehr deutlich. Diese Entdeckung könnte für die Therapie von Brustkrebs einen Meilenstein bedeuten.

Brustkrebsstudie: Brustkrebsstudie: Jede Patientin bald mit personalisierter Therapie?
Bahnbrechende Studie macht Hoffnung © Rudyanto Wijaya

Für ihre Studie untersuchten die Forscher des ‚Wellcome Trust Sanger Institute‘ 560 Brustkrebsgenome und komplette genetische Codes von Probanden aus der ganzen Welt. Dabei entdeckten sie fünf neue Gene, die unmittelbar in Zusammenhang mit der Krankheit stehen.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin ‚Nature and Nature Communications‘. Darin hielten sie unter anderem fest, dass die Gene, die bei Frauen ein genetisch höheres Risiko für Brust- und Eierstockkrebs verursachen, sich stark voneinander unterscheiden. Diese Erkenntnis soll in Zukunft dabei helfen, die für jeden Krebspatienten individuell beste Behandlungsmethode zu realisieren.

Professor Mike Stratton, Direktor des Instituts, sagte, die Studie sei immens wichtig, um die Ursachen der Krebserkrankung besser zu verstehen und bessere Behandlungsmethoden zu entwickeln. Es sei ein großer Schritt in Richtung der personalisierten Medizin getan worden.

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