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Brustkrebs-Überlebende stillt nicht: Emily muss sich dafür rechtfertigen

Emily stillt nicht, weil sie Brustkrebs hatte
Weil sie ihren kleinen Lincoln nicht stillt, muss Emily sich immer rechtfertigen. Was die anderen nicht wissen - sie hatte Brustkrebs.

Sie besiegte Brustkrebs und erntet heftige Reaktionen wegen Flaschennahrung

Emily Wax-Thibodeaux hat den Brustkrebs besiegt, dafür mussten ihr jedoch beide Brüste amputiert werden. Fünf lange Jahre musste sie nach der schrecklichen Brust-Operation warten, bis sie schwanger werden durfte. Doch die Freude über ihren neugeborenen Sohn währte nicht lange. Da sie Lincoln nicht stillt – erntet die junge Mutter jede Menge Anfeindungen. In der 'Washington Post' ist sie nun in die Offensive gegangen und hat klar gestellt, warum sie nicht stillt.

Emily ist 32 Jahre alt und will eine Familie gründen, als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wird. Die Krankheit hat sie von ihrer Oma geerbt – sie starb daran mit Anfang 30. Die Brustamputation rettete Emily ihr Leben. Doch ihren Kinderwunsch musste die junge Familie zunächst für fünf Jahre auf Eis legen. So lange musste Emily Medikamente gegen den Krebs einnehmen. Diese Medizin hätte im Falle einer Schwangerschaft zu Komplikationen führen können. Eine Adoption war ebenfalls unmöglich – die Agenturen legten den beiden ans Herz zu warten, bis die 5-Jahres-Marke überschritten ist und sie als geheilt gilt.

Nach Ablauf dieser Zeit war Emily bereits 37 Jahre alt und ihre Fruchtbarkeit von der Chemotherapie eingeschränkt. Erst beim zweiten Versuch der künstlichen Befruchtung ist sie schwanger geworden. Als ihr Sohn Lincoln das Licht der Welt erblickte, war das Glück unendlich groß.

Doch dann kam der Schock: Da sie ihr Baby nicht gestillt hat, musste sie heftige Reaktionen ertragen. Sie musste sich jedes Mal rechtfertigen, warum sie nicht stillt: Erst vor den Stillberatern im Krankenhaus, dann von anderen Müttern aus dem Baby-Yoga-Kurs, in Cafés, in Parks und sogar vor Freunden. Und da Emily sicher nicht die einzige Frau ist, der es genauso geht, will sie mit ihrem Bericht anderen Frauen mit ähnlichem Schicksal Mut machen und das macht sie, weil sie so offensiv mit der Problematik umgeht.

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