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Brustkrebs-Rezidiv: So hoch ist das Rückfall-Risiko

Brustkrebs: Dauernd droht der Rückfall
Brustkrebs: Dauernd droht der Rückfall Bis zu zehn Prozent der Patientinnen betroffen 00:02:14
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Leider kommt es häufig zum Brustkrebs-Rezidiv

Gut 70.000 Mal im Jahr wird in Deutschland Brustkrebs diagnostiziert. Das sogenannte Mammakarzinom ist damit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Für Betroffene ist die Diagnose erst einmal ein riesiger Schock. Wird Brustkrebs früh erkannt und behandelt, stehen die Chancen, den Krebs zu besiegen, aber gar nicht so schlecht. Häufig kommt es - trotz erfolgreicher Behandlung - jedoch wieder zu einem Rückfall.

In Deutschland erkrankt etwa eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Nach einer erfolgreichen Operationen oder Chemotherapie bleibt das Hoffen, dass der Krebs nicht wieder zurückkehrt. Doch bei etwa fünf bis zehn von hundert Patientinnen erfüllt sich dieser Wunsch nicht. Nach Informationen des 'Deutschen Krebsforschungszentrums' kommt es bei ihnen innerhalb von zehn Jahren nach der Erstbehandlung zu einem erneuten Tumorwachstum in der gleichen Brust - also zu einem sogenannten Lokalrezidiv.

Auch wenn die Brust zuvor entfernt wurde, kann ein Rückfall auftreten - an der Brustkorbwand. Davon sind etwa vier von hundert Patientinnen betroffen. Doch was passiert, wenn ein Rezidiv diagnostiziert wird?

So wird ein Brustkrebs-Rezidiv behandelt

Ein Rückfall wird ähnlich behandelt wie die erste Tumorerkrankung. Die Mediziner empfehlen den meisten Frauen - wenn die Brust zuvor erhalten wurde - eine Mastektomie. Das bedeutet, dass die Brust operativ entfernt wird. Unter günstigen Bedingungen kann auch brusterhaltend operiert werden. Aber nur dann, wenn sich der Tumor vollständig und mit Sicherheitsabstand entfernen lässt.

Wurde die Brust zuvor aber schon entfernt, können trotzdem Tumore im Narbenbereich oder am Gewebe, das dem Brustkorb aufliegt, auftreten. Auch diese werden dann operativ entfernt. Falls im Rahmen der Erstbehandlung keine Bestrahlung erfolgt ist, wird jetzt laut dem 'Krebsinformationsdienst' auf jeden Fall nachbestrahlt.

Nach der Operation kommen dann häufig noch ergänzende Therapien zum Einsatz - zum Beispiel Medikamente, eine Hormon- oder eine Chemotherapie.

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