GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Brustkrebs-Neuerkrankungen: Ständig wachsende Zahlen

Früh erkannt sind die Heilungschancen für Brustkrebs gut.
Früh erkannt sind die Heilungschancen für Brustkrebs gut. © dpa bildfunk

Brustkrebs-Neuerkrankungen

Weltweit erkranken immer mehr Menschen an Brustkrebs. Seit dem Jahr 1980 hat sich die Zahl der Brustkrebs-Neuerkrankungen verdoppelt. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Krebsvorsorge.

Lag die Zahl der Brustkrebserkrankungen im Jahr 1980 noch bei 640.000, gab es im Jahr 2010 1,6 Millionen Neuerkrankungen. Auch die Zahl der Todesfälle infolge von Brustkrebs ist gestiegen: 1980 sind 250.000 Menschen ihrem Brustkrebsleiden erlegen, im Jahr 2010 waren es 425.000.

Dies ist das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie, welche nun in dem britischen Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde.

Bei Brustkrebs-Neuerkrankungen liegen die Entwicklungsländer vorne

Insgesamt treten heute 51 Prozent aller Brustkrebs-Neuerkrankungen in Entwicklungsländern auf.

Zwar hat die Sterberate in den Industrieländern insgesamt abgenommen, aber dafür stieg sie in den Entwicklungsländern an: So lag die Sterberate durch Brustkrebs in den Industrieländern 1980 bei einer von 32 Frauen. Im Jahr 2010 - 30 Jahre später - war sie auf eine von 47 Frauen gesunken.

Zum Vergleich: Im afrikanischen Staat Ruanda lässt sich seit 1980 der entgegengesetzte Trend beobachten: So stirbt in Ruanda heute eine von 60 Frauen an Brustkrebs. Im Jahr 1980 ist nur eine 1 von 97 Frauen an Brustkrebs gestorben.

Als Hauptgrund für diese Entwicklung nennen die Forscher die bessere Krebsvorsorge, eine gute medikamentöse Behandlung der Erkrankung sowie eine umfassende Nachsorge in den Industrieländern.

Anzeige