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Brustkrebs: Heilungschancen, Behandlung und richtige Vorsorge

Brustkrebs: Das sollten Sie wissen
Brustkrebs: Das sollten Sie wissen Richtige Vorsorge, Heilungschancen und Co. 00:02:02
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Brustkrebs: Heilungschancen, richtige Vorsorge – das bedeutet die Diagnose

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Über 75.000 Mal im Jahr stellen Ärztinnen und Ärzte aktuell die Diagnose 'Mammakarzinom' fest. Über 17.000 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs. Viele können aber auch gut behandelt werden und gelten als geheilt, wenn sie die ersten fünf Jahre nach der Diagnose krebsfrei überstehen. Aber: Bei etwa jeder dritten Frau kommt der Krebs zurück und kann auch andere Organe befallen.

Die Fernsehmoderatorin Jana Thiel ist mit nur 44 Jahren an Brustkrebs gestorben. Thiel litt wohl unter einer besonders aggressiven Krebs-Art, die dann auch in die Lungen gestreut hat. Wie häufig kommt das vor und was können Sie tun, um rechtzeitig vorzusorgen?

Prof. Dr. med. Ulrich Keilholz vom Krebscenter der Charité in Berlin weiß, dass eine solch aggressive Form des Krebses relativ selten ist. “Und wenn das auftritt, dann muss man immer gucken, ob das einen familiären Hintergrund hat. Oft ist das so, dass das in der Familie bereits angelegt ist.“ Wenn man das wisse, sollte früher als sonst mit dem Screening begonnen werden, rät der Arzt.

Wie gut lässt sich Brustkrebs heilen?

Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, wenn die Diagnose Brustkrebs feststeht: Operation, Strahlentherapie, Hormontherapie und die Chemotherapie, wenn es sein muss. Auf Grund dieser Vielzahl, lässt sich Brustkrebs allgemein zu 80 Prozent heilen. Schwierig wird es allerdings bei Erkrankungen in frühen Lebensjahren, das meint ein Alter bis zu 45 Jahren. Denn dann tritt der Krebs oftmals in einer sehr aggressiven Art auf. Bei diesem Krebs in jungen Jahren tue sich die Forschung noch sehr schwer, gute Mittel zu finden, so der Experte Prof. Dr. med. Keilholz.

Brustkrebs – Wie sorge ich richtig vor?

Für junge Frauen gilt: Nehmen Sie regelmäßige Termine bei Ihrem Frauenarzt wahr. Lassen Sie sich dort zeigen, wie Sie ihre Brust selbst abtasten können. Die Krebsvorsorge beginnt dann zwischen 40 und 45 Jahren. Prof. Dr. med. Keilholz meint: “Das ist der Standard und das ist auch sinnvoll so.“ Wenn in der Familie bereits Brustkrebserkrankungen bekannt sind, zahlt die Kasse eine Mammografie aber auch schon eher.

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