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Brustkrebs: Frauenarzt erklärt Vor- und Nachteile der Vorsorgemöglichkeiten

Brustkrebsvorsorge: Diese Möglichkeiten gibt es
Brustkrebsvorsorge: Diese Möglichkeiten gibt es 'Discovering Hands' und Co. 00:02:40
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Mehr als 17.000 Frauen pro Jahr sterben an Brustkrebs

Gut 70.000 Mal wird die Diagnose Brustkrebs laut 'Deutschem Krebsforschungszentrum' in Deutschland gestellt - pro Jahr! Damit ist sie die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa eine von acht erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Doch das wirklich Schockierende: Etwa 17.000 von ihnen schaffen es jährlich nicht, die Krankheit zu besiegen. Darunter leider auch viele junge Frauen: Laut 'Robert-Koch-Institut' sind knapp drei von zehn Frauen bei Erhalt der Diagnose jünger als 55 Jahre.

Für Betroffene ist die Diagnose erst einmal ein riesiger Schock. Doch frühzeitig erkannt und behandelt stehen die Chancen, den Krebs zu besiegen, gar nicht so schlecht. Das zeigen viele Statistiken. Zwar ist die Zahl der Neuerkrankungen im vergangenen Jahrzehnt gestiegen, dafür gibt es aber weniger Todesfälle - mit über 17.000 aber leider noch immer mehr als genug. Diese Zahlen zeigen: Die Vorsorge ist besonders wichtig. Doch welche Möglichkeiten gibt es eigentlich?

So sieht das gesetzliche Früherkennungsprogramm aus

Das Angebot zur Krebsvorsorge orientiert sich an den Altersstufen, in denen das Brustkrebsrisiko laut Statistik ansteigt. Daher sehen die Untersuchungen bei jüngeren Frauen anders aus als bei älteren - sofern bei den Jüngeren kein familiäres Risiko bekannt ist. Zurzeit gehören folgende Maßnahmen zum gesetzlichen Früherkennungsprogramm in Deutschland:

- Bei Frauen ab 30 Jahren zeigt der Mediziner normalerweise, wie die Selbstuntersuchung - also das Abtasten der eigenen Brust - genau funktioniert. Aber auch er tastet die Brust und die dazugehörigen Lymphknoten ab.

- Bei Frauen zwischen 50 und 69 kommt zusätzlich noch alle zwei Jahre die Einladung zur Mammographie hinzu. Hierbei wird die Brust geröntgt und sehr kleine, nicht tastbare Tumoren können in einem frühen Stadium sichtbar gemacht werden.

Die Teilnahme an diesem Programm ist aber freiwillig. Jede Frau kann selbst entscheiden, ob sie die Untersuchungen in Anspruch nimmt oder lieber darauf verzichtet.

Neben der Möglichkeit, vom Arzt abgetastet zu werden oder dies selbst zu machen, gibt es aber auch weitere Vorsorgemöglichkeiten. Welche das sind und welche Vor- und Nachteile die mit sich bringen, erklärt der Gynäkologe Frank Hoffmann im Video.

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