Brustkrebs: Frau stirbt, weil Arzt vergisst, es ihr zu sagen

Frau stirbt, weil Arzt vergisst, ihr zu sagen, dass sie Brustkrebs hat
Nach einer Untersuchung teilt der Arzt seiner Patientin die richtige Diagnose nicht mit. © Sven Bähren - Fotolia

Arztfehler endet für Neuseeländerin tödlich

Die meisten von uns vertrauen ihren Ärzten und ihren Diagnosen. So auch eine Frau aus Neuseeland als sie 2009 wegen starker Schmerzen in der Schulter ihren Hausarzt aufsuchte. Das Schockierende: Der Arzt stellte fest, dass es sich um Brustkrebs handelte – vergaß aber völlig, es seiner Patientin mitzuteilen, wie die 'Daily Mail' berichtet. Die Frau starb Jahre später wegen des fahrlässigen Fehlers des Allgemeinmediziners.

Bereits in 2003 wurde die neuseeländische Frau wegen Brustkrebs behandelt. Ihr Hausarzt, den sie im November 2009 wegen Schulterschmerzen aufsuchte, war darüber in Kenntnis gesetzt und ließ sie von einem Radiologen röntgen. Der Radiologe teilte dem Arzt danach mit, dass das Röntgenbild einen Sehnenriss aufwies, der stark auf Metastasen hindeutete – also die Ansiedlung von bösartigen Tumoren.

Als der Arzt die Patientin einige Tage später wieder in seiner Praxis begrüßte, versäumte er aber, sie über den Befund in Kenntnis zu setzen. Stattdessen informierte er sie lediglich über den Sehnenriss und verabreichte ihr dafür eine Steroidinjektion. Allerdings wurden die Schulterschmerzen der Frau nicht weniger und so kehrte sie immer wieder zu dem Arzt zurück, bis der sie zwei Monate später zu einem Orthopäden schickte.

Erst im Februar 2010, vier Monate nach der richtigen Diagnose des Radiologen, bekam die Frau die richtige Diagnose – nachdem sie ihren Hausarzt wechselte. Doch trotz jahrelanger Behandlung überlebte die Neuseeländerin den Brustkrebs nicht und starb Anfang dieses Jahres.

Der vergessliche Hausarzt erklärte, dass er "die Diagnose des Radiologen entweder übersehen oder einfach vergessen" habe. Hätte er der Frau die Diagnose sofort mitgeteilt, wären ihre Überlebenschancen deutlich höher gewesen. Der Arzt hat nun möglicherweise mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

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