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Brustkrebs beim Stillen entdeckt: Baby rettet seiner Mutter das Leben

Brustkrebs beim Stillen entdeckt
Brustkrebs beim Stillen entdeckt Baby entdeckt Brustkrebs bei seiner Mutter 00:01:58
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Brustkrebs beim Stillen entdeckt: Baby wollte nicht trinken

"Mein Baby hat mich gerettet" - davon ist die junge Amerikanerin Shakti überzeugt. Denn ihr Neugeborenes verweigerte beim Stillen immer eine Brust. Die dreifache Mutter war deshalb so beunruhigt, dass sie zu ihrem Frauenarzt ging. Als der sie untersuchte, kam der Schock: Brustkrebs! Kann der Säugling den Krebs wirklich gespürt oder sogar geschmeckt haben?

Als Shaktis Tochter Leyla vor drei Jahren auf die Welt kam, scheint das Glück der Familie perfekt. Doch dann verweigerte die Kleine die eine Brust der Mutter - immer wieder und immer dieselbe Brust. Besorgt ging Shaktis zum ihrem Arzt und der stellte die erschütternde Diagnose: Sie hatte Brustkrebs.

Doch Shakti kämpfte um ihr Leben, machte eine Chemotherapie, wurde bestrahlt, schließlich wurde eine Brust amputiert. Doch in dieser schlimmen Zeit sah sie auch immer ein kleines Wunder: ihre Tochter!

Shakti ist überzeugt: "Sie ist mein Engel, sie hat den Krebs gefunden."

Aber kann es wirklich sein, dass ein Baby Krebszellen entdeckt? Wir haben mit dem Frauenarzt Prof. Dr. Kai Bühling über den ungewöhnlichen Fall gesprochen. Er meint, es sei grundsätzlich möglich, dass einzelne Krebszellen in die Muttermilch gelangen könnten und so den Geschmack negativ beeinflussen könnten.

Doch es muss natürlich nicht zwangsläufig bedeuten, dass man Brustkrebs hat, wenn ein Baby die Brust verweigert - das kann auch sehr viele harmlose Gründe haben.

Wichtig sei deshalb, so der Frauenarzt, dass Mütter, auch nach der Geburt und trotz des neuen, stressigen Alltags mit einem Neugeborenen, nicht vergessen, weiterhin zum Arzt zu gehen und sich untersuchen zu lassen. Die Konstellation Stillen und Brustkrebs sei aber extrem selten.

Selten, aber möglich - so wie bei Shakti. Sie ist seit drei Jahren krebsfrei und will ihr Leben mit ihren Söhnen und ihrer kleinen Lebensretterin, wie sie sagt, in vollen Zügen genießen!

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