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Brustkrebs bei Männern wird oft erst spät erkannt und ist dadurch besonders tükisch

Brustkrebs bei Männern ist selten
Bei Brett Miller wurde der Brustkrebs erst spät erkannt. © Brett Miller 1T Foundation

Brustkrebs ist auch Männersache

Brustkrebs wird als die häufigste Krebserkrankung der Frau angesehen. Währenddessen kommt Brustkrebs bei Männern eher selten vor. Brett Miller aus dem US-Staat Kansas holte jetzt aber genau dieses Schicksal ein. Der 29-Jährige fand vor sieben Jahren einen Knoten in seiner Brust.

Miller besuchte viele Ärzte. Da diese eher selten an Brustkrebs bei Männern denken, stellten sie ihm zunächst falsche Diagnosen und wiesen auf Kalkablagerungen hin. Schließlich bekam er die erschreckende Diagnose und mit ihr eine schockierende Empfehlung. Denn auch bei Brustkrebs bei Männern wird empfohlen, beide Brüste zu entfernen. "Ich habe dem Doktor zugehört, aber ein Teil von mir möchte keine Brustamputation", so Miller zu 'ABC News'.

Männer rechnen nicht mit Brustkrebs

Dass der Tumor bei ihm so spät erkannt wurde, ist keine Seltenheit. Da Brustkrebs bei Männern so selten vorkommt, wird er meistens erst in einem späteren Stadium entdeckt. Die Behandlung fällt dementsprechend eher radikal aus. Häufig hat der Krebs bereits das umliegende Gewebe befallen. Wie bei Frauen auch wird eine Brustamputation empfohlen. Für viele Männer stellt das eine hohe psychische Belastung dar. Das Paradoxe daran ist nämlich, das Brustkrebs eine Volkskrankheit ist, die viele Patienten betrifft. Allerdings sind 99 Prozent der Betroffenen Frauen. In Deutschland erkranken jährlich laut dem 'Netzwerk Männer mit Brustkrebs' nur etwa 600 Männer.

Dementsprechend gibt es wenige Forschungen über Brustkrebs bei Männern und auch wenige Betroffene, die sich gegenseitig austauschen und unterstützen können. Bekannt ist bis jetzt, dass Brustkrebs bei Männern meist erst um das 70. Lebensjahr herum auftritt.

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