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Brillen aus dem 3D-Drucker vor dem Durchbruch

Ausgedruckte Brillen im Kommen
Fast jeder Zweite in Deutschland trägt eine Brille. Einige davon kommen schon aus dem 3D-Drucker, Tendenz steigend. Foto: Malte Christians © DPA

Brillen aus dem 3D-Drucker sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Einige Optiker bieten gedruckte Brillengestelle bereits nach Kundenwunsch an. "Der 3D-Druck hat keinen Exotenstatus mehr und wird seinen Platz am Markt finden", so Ingo Rütten vom Zentralverband der Augenoptiker.

Richtig in Schwung soll das Geschäft durch die individuelle Anpassung der gedruckten Brillengestelle an die Gesichtsform kommen: Auf der Optikmesse opti in München stellte das hessische Unternehmen Allensbach-Studie zufolge eine Brille. Die Alterung der Gesellschaft spielt den Optikern in die Hände: Selbst wer als junger Mensch keine braucht, muss meist ab Mitte 40 beim Lesen zur Brille greifen. Bei den 45- bis 59-Jährigen liegt der Anteil der Brillenträger bereits bei 73 Prozent und steigt danach weiter an.

Aber auch bei jüngeren Leuten ist der Anteil der Brillenträger in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen. Wie sich der Smartphone-Boom auf das Sehvermögen auswirkt, ist unter Experten noch immer umstritten: Langzeit-Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen der Geräte stehen noch aus. Aber ein Spaziergang ist das permanente Fixieren eines kleinen Monitors für die Augen wohl nicht.


dpa
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