LESEN LESEN

'Bridget Jones - Verrückt nach ihm' von Helen Fielding

Neues von Bridget Jones: 'Verrückt nach ihm'
'Bridget Jones - Verrückt nach ihm' von Helen Fielding © Goldmann/ RTL interactive

Leseinfo zu 'Bridget Jones - Verrückt nach ihm'

Bridget Jones ist wieder da! Einige Kilos schwerer und Jahre älter, aber immer noch chaotisch wie eh und je. Ganze zwölf Jahre nach Erscheinen des zweiten Bridget-Jones-Romans 'Am Rande des Wahnsinns' liefert Helen Fielding mit 'Bridget Jones - Verrückt nach ihm' eine Fortsetzung rund um die charmant-tollpatschige Engländerin, die auf ihrem Weg durch den Londoner Dating-Dschungel kein Fettnäpfchen auslässt. Doch was hat sich in all den Jahren verändert? Ist die Bridget, wie wir sie kennen, immer noch dieselbe?

Über 'Bridget Jones - Verrückt nach ihm'

Das Schicksal hat es nicht gut gemeint mit Bridget. Schwebte sie am Ende des zweiten Teils mit ihrer großen Liebe Marc Darcy im siebten Himmel, ist sie mit Anfang fünfzig wieder ganz auf sich alleine gestellt. Der Schock trifft den Leser bereits im Prolog: Marc Darcy ist tot. Bridget ist Witwe und hat als nun alleinerziehende Mutter zweier kleiner Kinder alle Hände voll zu tun. Zum Glück stehen ihre alten Freunde Tom, Shazzer und Jude ihr immer noch fest zur Seite und helfen ihr nach Jahren der Trauer, langsam wieder zurück ins Leben zu finden. Vorsichtig wagt Bridget sich wieder auf den Single-Markt und meldet sich bei einem Online-Datingportal an.

Man merkt: Bridget Jones ist zwar älter geworden, aber im Jetzt angekommen. Stunden verbringt sie mit ihrem Twitter-Account und versucht, dort immer mehr Follower für sich zu begeistern. Welch ein Zufall, dass sie ausgerechnet über Twitter ihr Herz erneut an einen Mann verliert - zu dumm nur, dass dieser mit knapp Dreißig mehr in die Kategorie 'Toyboy' fällt. Roxster ist witzig, nett und attraktiv, aber als Ersatzvater für Bridgets Kinder leider nicht geeignet.

Bridget behauptet sich mehr oder weniger erfolgreich als Drehbuchautorin und versucht dabei, Beruf, Kindererziehung und Haushaltspflichten irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Als wäre das nicht genug, muss sie sich ständig mit den perfekten Über-Muttis der Schulkameraden ihrer Kinder auseinandersetzen, die scheinbar spielend leicht zig Schulprojekte und 'Playdates' ihrer Sprösslinge planen und es dabei trotzdem schaffen, stets makellos auszusehen. Doch auch für Bridget und ihre Kinder hält das Schicksal noch ein Happy End bereit - auch wenn diese es wieder einmal erst bemerkt, als es fast schon zu spät ist.

'Bridget Jones - Verrückt nach ihm' hat all das, was die ersten beiden Romane der Reihe ausgemacht hat: Bridget ist gewohnt lustig, chaotisch und gerät ohne Absicht immer noch in die absurdesten Situationen. Obwohl so viele Jahre vergangen sind, ist die Bridget, die ihre Fans kennen und lieben, immer noch die Alte geblieben. Marc Darcys Tod ist ein Wermutstropfen, der für einige traurige Momente im Buch sorgt - aber eben auch der Grund dafür ist, dass die Geschichte um Bridgets Suche nach dem Mr. Right noch nicht auserzählt ist. Fazit: Eine tolle, kurzweilige und meist wirklich amüsante Fortsetzung. Wer Bridget Jones mag, wird auch 'Verrückt nach ihm' lieben.

Über die Autorin Helen Fielding

Helen Fielding wurde in Yorkshire geboren und war erst als Reporterin für die BBC, später als Journalistin und Kolumnistin für verschiedene Zeitungen tätig. Im 'Independent' begeisterten ihre Kolumnen mit den Tagebucheinträgen einer gewissen Bridget Jones die Leser. 1997 erschien der Roman 'Schokolade zum Frühstück', 2002 die Fortsetzung 'Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns'. Beide Romane eroberten ein Millionenpublikum und wurden mit Helen Fielding, Colin Firth und Hugh Grant in den Hauptrollen verfilmt. Helen Fielding lebt mit ihren beiden Kindern in London und Los Angeles.

(Text: Kira Heppner)

Anzeige