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Bridget Jones - Drei Gründe, warum wir diese Frau lieben!

Es ist ihr Charme, der das Publikum begeistert.
Bridget überzeugt das Publikum mit ihrer charmanten Authentizität.

Darum ist sie so sympathisch

Es sind 15 Jahre vergangen, seit Bridget Jones, gespielt von Renée Zellweger, zum ersten Mal durch einen Film stolperte, zielsicher in alle Fettnäpfchen tappte – und zu einer Kultfigur wurde. In Teil drei ihrer Abenteuer, der am Donnerstag (20. Oktober) in die deutschen Kinos kommt, ist der Tollpatsch schwanger. Wie es sich für eine Chaotin gehört, weiß sie aber nicht, wer der Vater ist. Hier sind drei Gründe, warum wir Bridget Jones lieben.

Nicht perfekt, aber ganz sie selbst

Von Christiane Mitatselis
Punkt eins: Die Identifikationsfigur
Die von der Schriftstellerin Helen Fielding geschaffene Protagonistin ist weder beängstigend schön, noch in irgendeiner Art perfekt. Bridget hat mit ihrer Figur zu kämpfen, sie produziert Chaos, trinkt oft zu viel und blamiert sich, wo sie kann. Kurzum: Sie hat Frauen-Probleme in potenzierter Art, wahrscheinlich deshalb finden sich alle Frauen irgendwo in ihrem Chaos wieder und stellen gleichzeitig fest, dass es noch schlimmer geht. Hinzu kommt: Bridget Jones verstellt sich nicht. Und gerade deshalb fliegen ihr die Herzen attraktiver Männer zu, im neuen Film sind es ihr Ex Mark (Colin Firth) und der amerikanische Millionär Jack (Patrick Dempsey), gute Typen also. Es wird suggeriert: Du musst nicht vollkommen ein, du darfst deine Fehler haben. Sei einfach du selbst, dann wirst du geliebt – wie Bridget Jones. Mit einer solchen Heldin identifiziert man sich gern.

Punkt zwei: Die Selbstironie
Die Filme werden konsequent aus der Sicht der stolpernden Heldin entwickelt. Als Ich-Erzählerin kommentiert sie das Geschehen und nimmt sich selbst auf die Schippe. Auch ihren schlimmsten Missgeschicken begegnet sie mit Ironie, lacht über sich selbst und macht sich das Leben so leichter. Dadurch wird der Tollpatsch ungemein sympathisch und sogar zum Vorbild. Die Botschaft: So lange man lachen kann, ist alles halb so schlimm.

Punkt drei: Die Schauspielerin
Die Komödie an sich funktioniert vor allem durch Slapstick. Bridget Jones fällt gern in den Schlamm, reißt sich den Rock auf oder stürzt irgendwo hinunter. Die texanische Schauspielerin Renée Zellweger ist sich für nichts zu schade. Sie verkörpert Bridget Jones auf perfekte Art, es ist die Rolle ihres Lebens. Der britische Akzent geht ihr locker herunter. Diesmal durfte sie schlank bleiben, in den ersten beiden Filmen futterte sie sich Bridget-Pfunde an. Renée Zellweger stürzt sich mit Haut und Haaren in den Part und in jedes Schlamassel. Sie spielt die Bridget Jones so mitreißend, dass man ihr sogar die (echten) Schönheitseingriffe verzeihen wird, durch die ihr Gesicht verunstaltet wurde. Es macht sie sogar noch glaubwürdiger, denn dergleichen könnte Bridget Jones auch passieren. Sie begeht halt Fehler – wie wir es alle tun. Und gerade deshalb lieben wir sie. 

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