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Braucht Ihr Kind wirklich Antibiotika?

Arzt bei einer Vorsorgeuntersuchung
Ärzte verordnen zu schnell Antibiotika

Studie: Kinder bekommen zu schnell Antibiotika

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung werden Kindern zu schnell Antibiotika verordnet. Kinder zwischen drei und sechs Jahre bekommen mindestens einmal pro Jahr ein Antibiotikum. Das ist unnötig. Nach dem Motto „weniger ist mehr“ hat die die Stiftung eine Checkliste für den Arztbesuch erstellt.

Klar ist, dass Antibiotika lebenswichtig sind. Mit ihnen können viele Infektionskrankheiten bekämpft werden. Allerdings nicht, wenn sich durch die zu häufige Gabe antibiotischer Mittel eine Resistenz gebildet hat. Bakterielle Keime können sich an Antibiotika gewöhnen, so dass diese nicht mehr wirken.

Antibiotika wirken außerdem nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Da die meisten Erkältungskrankheiten wie Schnupfen, Halsschmerzen, Husten oder Mittelohrentzündung durch einen Virus übertragen werden, ist die Einnahme eines Antibiotikums in diesen Fällen sinnlos. Im Gegenteil: Es kann sogar schädlich sein, da nützliche Darmbakterien angegriffen werden.

Wenn Sie zum Arzt gehen, kann Ihnen diese Checkliste weiterhelfen:

1. Handelt es sich um eine bakterielle Infektion oder eine Virus-Infektion?

2. Ist es sinnvoll, erst einmal abzuwarten? Wenn ja, wie lange?

3. Welche Mittel lindern die Beschwerden stattdessen?

4. Was kann die Heilung unterstützen?

5. Was spricht für und was gegen eine Antibiotika-Einnahme?

Quelle: Bertelsmann-Stiftung, www.faktencheck-antibiotika.de

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