Brasilianisches Model Andressa Urach: Koma nach Schönheits-OP

Koma wegen Schönheits-OP
Koma wegen Schönheits-OP Brasilianisches Model wäre fast gestorben 00:02:21
00:00 | 00:02:21

Vize-'Miss Bumbum 2012': Koma nach septischem Schock

Das brasilianische Model Andressa Urach ist bekannt für ihren Po: Sie wurde 2012 Vize-Miss 'Bumbum'. Bei dieser Wahl wird das schönste Hinterteil gewählt. Die 27-Jährige hat ihren Po durch mehrere Schönheits-OPs 'nachgebessert'. Ihren letzten Eingriff hätte sie fast mit ihrem Leben bezahlt: Sie bekam einen septischen Schock und fiel ins Koma.

Model Andressa Urach wäre nach einer Schönheits-OP fast gestorben.
Das brasilianische Model Andressa Urach wäre nach einer Schönheits-OP fast gestorben. © Jason Winslow / Splash News

Jessica Lópes ist eine Freundin von Andressa. Die beiden jungen Frauen nahmen beide an der Wahl zu 'Miss Bumbum 2012' teil. Im Interview mit uns beschreibt sie, wie normal und selbstverständlich Schönheits-OPs für die beiden waren: "Wir streben nach Perfektion - am liebsten sofort. Wir haben darüber nicht nachgedacht. Das hat Andressa auch nicht, als sie ihre Aufspritzungen hat machen lassen."

Andressa hatte sich schon häufiger den Po mit Hydrogel aufspritzen lassen. Zuletzt hatte sie sich das Hydrogel auch in ihre Oberschenkel spritzen lassen, damit ihr Hintern noch größer wirkt. Doch das Gewebe am Bein entzündete sich nach dem Eingriff. Andressa erlitt einen septischen Schock und fiel ins Koma. Auf der Intensivstation kämpfte sie um ihr Leben. "Sie stand kurz vor dem Tod. Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, stand es ganz schlimm um sie", schrieb ihr Manager auf ihrer Facebook-Seite.

Schönheitsoperationen: Das Maß aus den Augen verloren

Auch für ihre Freundin Jessica war das ein großer Schock: "Ich war schockiert, als ich davon gehört habe. Meine Mutter hat immer gesagt: 'Jessica, ihr habt keine Angst mehr und verliert das Maß aus den Augen. Ihr macht das, als würdet ihr ins Shopping-Center gehen oder zu einer Massage'. Das ist es aber nicht."

Für so großflächige Aufspritzungen ist Hydrogel nicht geeignet, erklärt die Fachärztin für plastische Chirurgie Dr. Constance Neuhann-Lorenz: "Es kann sein, dass Blutergüsse durch die Spritzerei entstehen, die sich unter der Haut entzünden und vereitern und dann schlussendlich zu einer Sehnenentzündung führen, bei der das Gewebe abstirbt. Das bedeutet, dass ganz viele Abbauprodukte im Körper sind, die dann zu einer Blutvergiftung führen."

Kein verantwortungsvoller Arzt hätte Andressa dieses Gel überhaupt gespritzt, so die Chirurgin weiter. Mittlerweile gibt es gute Nachrichten von Andressas Ärzten. Sie liegt nicht mehr im Koma. "Sie erholt sich gut. Sie hat die Augen geöffnet und spricht. Es ist schon schockierend, weil das alles nur wegen der Schönheit passiert ist", erklärt ihre Freundin Jessica.

Anzeige