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Botox macht dumm

Botox macht dumm
© Pebranac

Botox hemmt nicht nur Falten, sondern auch das Gehirn!

Das Nervengift Botox wird häufig im Kampf gegen Stirnfalten eingesetzt. Nun hat eine US-Studie ergeben, dass Botox nicht nur die Mimik, sondern auch das Gehirn lähmt. Die US-amerikanischen Forscher haben nämlich nachgewiesen, dass Botox-Spritzen das Sprachverständnis und auch ein wenig die Denkkraft vermindern. Macht Botox also dumm?

Für die Studie haben Wissenschaftler der Universität Wisconsin-Madison 20 Frauen vor und nach einer Botox-Behandlung einem Sprachtest unterzogen. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmerinnen nach der Therapie etwa eine Sekunde länger benötigten, um Informationen zu verarbeiten als vorher. Ein Beispielsatz, den es zu verstehen galt, lautete: "Sie verabschieden sich von einem guten Freund, den sie nie wieder sehen werden."

Stirnrunzeln hilft dabei, Gefühle nachzuempfinden

Die Forscher erklären die Verständnisprobleme damit, dass wir die Stirn in Falten ziehen, um Beschreibungen von Zorn, Ärger und Trauer besser verstehen und nachempfinden zu können. Wer seine Stirn nicht richtig bewegen kann, könne auch Gefühlsregungen weniger leicht verstehen, die mit Stirnrunzeln einhergehen.

Die Verzögerung von einer Sekunde erscheine zwar objektiv nicht als besonders lang, doch sie genüge, um gewisse emotionale Schwingungen in einem Gespräch nicht mitzubekommen. Die Forscher vermuten, dass das Gehirn ein Feedback benötigt, um Emotionen steuern zu können.

Wie gut, dass Botox nicht die einzige Möglichkeit ist, um die Falten in Schach zu halten.

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