GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Botox gegen Migräne

Botox gegen Migräne

Migräne einfach wegspritzen

Botox hilft nicht nur gegen Falten, sondern auch gegen Migräne. In den USA wurde Botox bereits als Mittel gegen die chronische Migräne zugelassen. Wie wirkt Botox denn überhaupt bei Migräne?

Es hört sich einfach an: Kopfschmerzen wegspritzen. Funktioniert das auch so einfach? Anscheinend ja. Das in Botox enthaltene Botulinumtoxin, ein Bakteriengift, hat eine muskelentspannende Wirkung. Hyperaktive Muskeln im Stirn- und Schläfenbereich, die auf die Nerven drücken und Migräne verursachen, werden so lahmgelegt.

Durch die regelmäßige Injektion geringer Mengen von Botox in die Muskeln in Kopf und Hals wird die Muskeltätigkeit vorübergehend entspannt und die Kopfschmerzen verschwinden.

Alle 12 Wochen bekommen Migränepatienten insgesamt 31 dieser Injektionen in sieben verschiedene Stellen am Kopf und am Hals. Voraussetzung für die Wirksamkeit von Botox ist, dass die Schmerzen ganz oder teilweise auf Muskelverspannungen zurückzuführen sind. Andere Migräne-Auslöser (Trigger) wie Stress, Schlafmangel, unregelmäßige Nahrungsaufnahme, Wetterfühligkeit oder Reizüberflutung lassen sich mit Botox nicht behandeln.

Allergische Reaktionen sowie andere Risiken und Nebenwirkungen bei der Botox-Behandlung von Migräne sollen bei der Anwendung durch einen erfahrenen Arzt nahezu ausbleiben. Der amerikanische Hersteller "Allergan Inc." hat bereits einen Antrag auf Zulassung des Botox-Präparats gegen Migräne in Deutschland gestellt.

Anzeige