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Boston Marathon: Rebekah Gregory DiMartino wird zum Vorbild

Die Boston-Bomben nahmen ihr ein Bein, heute läuft sie wieder Marathon

Der Boston Marathon vor zwei Jahren: Drei Menschen starben, 260 wurden verletzt, darunter auch die US-Amerikanerin Rebekah Gregory DiMartino. Sie verlor durch die Bomben-Anschläge einen Teil ihres Beines. Jetzt kämpfte sie sich auf die Rennstrecke zurück.

Boston Marathon: Rebekah Gregory DiMartino wird zum Vorbild

Am 15. April 2013 detonierten zwei Stunden nach dem Zieleinlauf des Siegers Lelisa Desisa zwei Bomben im Zielbereich des Marathons. Die in Rucksäcken versteckten Sprengsätze, gefüllt mit Nägeln und Bleikugeln, hinterließen ein Schreckensszenario: Drei Menschen tot, 260 weitere zum Teil schwer verletzt. Eine der Schwerverletzten war Rebekah Gregory DiMartino. Die Mutter eines Sohnes war nur einen Meter von der ersten Bombe entfernt und verlor infolge der Explosion sehr viel Blut. Im Krankenhaus angekommen steht fest, dass der untere Teil ihres linken Beins irreparabel beschädigt ist. Er muss amputiert werden.

35 Operationen und eine lange Reha-Phase später trat sie dieses Jahr erneut beim Boston-Marathon an und lief die letzten fünfeinhalb Kilometer mit. Rebekah ist längst ein Vorbild für tausende Menschen. Ihr Optimismus, ihr Durchhaltevermögen und ihre Kraft machen vielen Mut.

Übrigens: Für das Attentat verantwortlich waren die Brüder Dschochar und Tamerlan Zarnajew. Tamerlan wurde auf der Flucht erschossen. Der 21-jährige Dschochar wurde am 10. April dieses Jahres für schuldig erklärt. Das Strafmaß wird noch bestimmt, aber ihm droht die Todesstrafe.

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