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Borreliose Inkubationszeit: Das sind die Symptome

Borreliose: Das sind die Symptome

Dass Zecken schlimme Krankheiten übertragen können ist bekannt. Die mit den Spinnen verwandten Tiere übertragen beispielsweise die gefährliche Borreliose. Diese Krankheit kann alle Organe befallen, vor allem das Nervensystem und die Gelenke. Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Erschöpfung sind die Folge.

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Borreliose: Inkubationszeit beträgt mitunter Jahre
Borreliose: Inkubationszeit kann Jahre betragen. Die Wanderrötung ist ein Indiz für Borreliose © picture-alliance/ dpa, Harry Melchert

Was aber nur wenige wissen: Manchmal bleibt eine Borreliose-Infektion viele Jahre unentdeckt. Und das kann schlimme Folgen haben. Wenn die Borreliose nicht rechtzeitig behandelt wird, kann es zu einer chronischen Infektion kommen.

Mitunter kann es Jahre dauern, bis die Krankheit ausbricht. In Deutschland erkranken nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) jährlich mindestens 80.000 Menschen an Borreliose.

Borreliose: Diagnose und Erkrankungsrate

Im Unterschied zur ebenfalls durch Zecken übertragenen FSME ist eine Borrelien-Infektion durch Zeckenbiss überall in Deutschland, also auch in Städten möglich. Als Risiko gilt der Hautkontakt mit Büschen und zwar besonders in Waldnähe.

Natürlich führt längst nicht jeder Zeckenstich zu einer Borreliose: Forscher des RKI geben das Risiko nach einem Stich zu erkranken mit 1,5 bis 6 Prozent an. Im Norden sind rund 5 Prozent der Zecken mit Borrelien infiziert. Im Süden sind es bis zu 30 Prozent, Hochrisikogebiete bis zu 50 Prozent.

Der Erreger wird innerhalb von von acht bis zwölf Stunden nach dem Einstich übertragen. Es lohnt sich also, unmittelbar nach Waldspaziergängen den Körper nach Zecken abzusuchen. Wer Zecken rechtzeitig entfernt, bleibt gesund. Beim Herausziehen dürfen die Zecken aber nicht zerquetscht werden.