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Blutspende: Das sollten Sie wissen

Die Blutspende an sich dauert nur wenige Minuten- schlecht oder schwindeligwird nur selten jemandem.
Wie oft man im Jahr Blutspenden darf und unter welchen Voraussetzungen, ist genau festgelegt. © picture alliance / dpa, Friso Gentsch

Wer darf Blutspenden und wie oft?

Blutspenden kann Leben retten und dennoch gehen nur etwas mehr als zwei Prozent der Deutschen, die Blut spenden dürfen, auch zur Blutspende. Dabei ist die Blutspende ist ein wichtiger Dienst, mit dem Spenderinnen und Spender schwerstkranken Patienten zur Gesundung verhelfen oder Leben ermöglichen.

Welche Voraussetzungen gibt es, um Blut zu spenden?

Alle Menschen zwischen 18 und 68, die mindestens 50 Kilo wiegen und gesund sind, dürfen Blut spenden. Noch immer werden Spender abgelehnt, die zwischen 1980 und 1996 länger als sechs Monate in England waren (BSE-Gefahr) und Männer, die Sex mit Männern haben.

Wie oft darf ich Blut spenden?

Der Mindestabstand zwischen zwei Blutspenden beträgt zwei Monate. Empfohlen wird, drei Monate zwischen den Spenden zu pausieren.

Blutspende ist schnell ausgeglichen

Wie viel Blut wird abgezapft?

Die Blutspende umfasst etwa einen halben Liter Blut. Das ist rund zehn Prozent der gesamten Blutmenge im Körper. Die Spende dauert zwischen fünf und zehn Minuten.

Fehlt mir dieses Blut nicht im Körper?

Doch, aber der Körper stellt sich innerhalb von zehn bis zwanzig Minuten auf den Flüssigkeitsverlust ein. Deshalb ist nach der Spende eine kurze Ruhephase vorgesehen, die dazu dient, Kreislaufproblemen vorzubeugen. Nach 24 Stunden ist die Blutmenge wieder wie zuvor, nach zwei Wochen auch die Zahl der Blutzellen.

Muss ich mich auf die Blutspende vorbereiten?

Vor der Spende sollte man viel (1,5 Liter) getrunken haben. Etwa zwei bis drei Stunden vorher ist ein leichter Imbiss gut. Am Tag vor der Spende sollte auf sehr fettes Essen verzichtet werden.

Ist die Blutspende riskant?

Nein. Die Blutentnahme geschieht per Einweg-Besteck. Das Infektionsrisiko ist gleich null. Selten kann es zur Bildung eines harmlosen Blutergusses an der Einstichstelle kommen. Noch seltener ist die Irritation eines Nervs. Über diese Gefahr wird der Spender vor der Blutspende aufgeklärt. Das Risiko trägt dann aber der Spender. Unfälle auf dem Weg zur und von der Blutspende sind allerdings versichert.

Kriege ich was für mein Blut?

Wer beim Roten Kreuz Blut spendet, muss sich mit einem Imbiss und einem Getränk zufrieden geben. Das DRK zahlt nichts. Anders die privaten Blutspendedienste und Krankenhäuser: Dort gibt es zwischen 10 und 26 Euro pro ‚Vollblutspende’. Damit ist die gängigste Form der Blutspende gemeint. Wer zum Beispiel nur Blutplättchen – Thrombozyten – spendet, bekommt mehr. Die Prozedur dauert aber auch länger. Falls Sie in einem Krankenhaus Blut spenden möchten, sollten Sie dort zunächst anrufen und einen Termin vereinbaren.

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