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Blutschwämmchen: Das steckt hinter den roten Flecken bei Säuglingen

Blutschwämmchen sind vollkommen natürlich!
Blutschwämmchen sind vollkommen natürlich! Doch was genau steckt eigentlich dahinter? 00:02:00
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Was mache ich bei einem Blutschwämmchen?

Hämangiome, also sogenannte Blutschwämmchen, bilden sich meist kurz nach der Geburt bei Säuglingen. Dabei handelt es sich um gutartige Tumore, die überwiegend im Kleinkindalter wieder verschwinden.

Ein Blutschwamm ist nichts anderes als eine Wucherung der neugebildeten Blutgefäße. Er sieht aus, wie eine größere rote Beule und hat meist eine raue Oberfläche. Solange der Blutschwamm keine umliegenden Organe verdrängt, ist er auch nicht gefährlich. In jedem Fall sollten Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen und das Hämangiom untersuchen lassen, wenn Ihr Säugling betroffen ist.

Bildet sich das Blutschwämmchen schnell zurück, besteht keine Gefahr und eine Therapie ist nicht nötig. Allerdings entsteht mittlerweile mehr als jedes zweite Hämangiom im Kopf- und Halsbereich und ist somit eine körperliche sowie seelische Belastung für Ihr Kind. An unangenehmen Stellen mit Druck oder Reibung kann das Schwämmchen anfangen zu bluten.

Ab wann wird es gefährlich?

Ist der ganze Finger, Fuß oder Genitalbereich des Neugeborenen betroffen, muss sofort gehandelt werden! Dann wird dieser Bereich nämlich nicht mehr genügend mit Blut versorgt und eine motorische Einschränkung sowie ein höheres Thromboserisiko sind die Folgen.

Ihr Kinderarzt ordnet dann eine Therapie des Blutschwammes an, damit dieser sich zurückbildet. Dies kann durch eine Laserbehandlung oder Medikamente erfolgen. In fast allen Fällen bildet sich das Hämangiom dann problemlos zurück und hinterlässt keine bleibenden Schäden.

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