Blitz trifft Schwangere: So geht des dem Blitzschlag-Wunderbaby heute

Blitzschlag-Wunder: Ungeborenes Baby überlebt

Kendra hatte riesiges Glück im Unglück: Ihr Ehemann Ian und sie wurden von einem Blitz getroffen – Kendra war zu dieser Zeit im neunten Monat schwanger. Sowohl die Eltern als auch das Baby haben den Blitzschlag aber überlebt. So geht es der Familie heute.

Blitz trifft Schwangere: Mutter und ungeborenes Baby überleben
Die inzwischen Einjährige Kimberly wurde per Not-Kaiserschnitt auf die Welt geholt.

Wenn Kimberly ihre Eltern mit ihren großen Augen ansieht, können sie ihr Glück kaum fassen. Dass ihre kleine Tochter lebt, ist für Ian und Kendra noch immer nicht selbstverständlich. Was der Familie vor einem Jahr passierte, ist ein Wunder. "Wir haben uns ein Feuerwerk angeguckt und wollten gerade reingehen, weil es gewittert hat. Das nächste, an das wir uns erinnern, ist, dass wir auf dem Boden liegen und alle versuchen, uns zu beruhigen", erinnert sich Ian.

Sekunden zuvor wurde das Paar aus dem US-Staat New Mexico von einem Blitz getroffen. Er tritt durch Ians Ohr ein, durchströmt dann den Körper seiner Freundin und tritt durch Kendras Daumen wieder aus. Die im neunten Monat schwangere Frau rechnet mit dem schlimmsten: "Als ich wach wurde, dachte ich, dass mein Baby nicht mehr leben würde. Ich bin schließlich direkt auf es drauf gefallen."

Die Zwei haben Glück: Ein Auto parkt neben ihnen und fängt eine große Menge des gefährlichen Stromstoßes ab. "Sie waren beide bei Bewusstsein und schauten uns an. Aber sie waren ziemlich verwirrt", erzählt ein Feuerwehrmann, der an dem Einsatz beteiligt war. "Uns war klar, dass sie vermutlich innere Verletzungen haben, die wir nicht sehen, aber schnell behandeln müssen. Also brachten wir sie schnell ins Krankenhaus".

So geht des dem Blitzschlag-Wunderbaby heute

Die amerikanischen Ärzte wissen nicht, wie schlimm es um Kendra und ihr Baby steht, welche Schäden es davontragen könnte. Weltweit sind nur elf Fälle bekannt, in denen Schwangere von einem Blitz erfasst wurden. Nur in der Hälfte dieser Fälle hat das Baby überlebt. In Kendras Fall überlegten die Ärzte nicht lang, machten sofort einen Not-Kaiserschnitt – das Baby hat überlebt.

Heute, ein Jahr später, kann die kleine Kimberly aber weder aufrecht sitzen noch krabbeln. Ihre Haare sind elektrisch geladen und stehen zu Berge. Zudem hat sie Probleme mit der Verdauung. "Es tut weh zu sehen, dass sie nicht richtig essen kann und über die Sonde ernährt werden muss. Aber abgesehen davon bin ich einfach froh, dass sie überlebt hat", sagt Kendra.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Kimberlys kleiner Körper den gewaltigen Stromstoß überlebt, war mehr als gering. Aber sie hat gekämpft und wird von ihrer Familie nun liebevoll "Blitzkäfer" genannt.

Anzeige