GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Blattläuse: So bekämpfen Sie die Pflanzenschädlinge

Blattläuse: So bekämpfen Sie die Pflanzenschädlinge
© picture-alliance / ZB, Andreas Lander

Blattläuse: Das hilft gegen die Pflanzenschädlinge

Abgesehen davon, dass sie nerven und unsere Autos verkleben, ist die grüne Blattlaus eher eine der freundlichen Schädlinge. Es ist ein saugendes Insekt und gehört zu der Gruppe der Pflanzenläuse. Seit 280 Millionen Jahren bevölkert sie unsere Erde und wir müssen mit dem weltweit wohl bekanntesten Pflanzenschädling eben leben.

Warum so viele?

Je nach Witterung vermehrt sich die Blattlaus epedemieartig. Trockene heiße Frühsommer sind wie gemacht für die Plage. Ab Mitte Juli sollten sie langsam wieder verschwinden, da ihre natürlichen Feinde oder Pilzbefall sie dahinraffen. Für uns Menschen sind die Tierchen völlig harmlos. Es sei denn, man ist leidenschaftlicher Gärtner und die Läuse saugen gerade den Lieblingsrosenstock aus.

Wovon leben die Biester?

Blattläuse leben auf Trieben, Knospen und an den Unterseiten der Blätter von fast allen Nutz- und Zierpflanzen. Sie besitzen Stechrüssel, mit denen sie bis zu den Leitungsbahnen der Pflanzen gelangen, wo sie den Pflanzensaft aufsaugen. Die Triebe verkümmern. Blattläuse sind für die Flora und die Landwirtschaft unangenehme Schädlinge, die nicht zuletzt auch wegen der Gefahr, virale Krankheiten auf die Pflanzen zu übertragen, gefürchtet und bekämpft werden.

Da sich die grünen Plagegeister hauptsächlich von kohlenhydratreichen Pflanzensäften ernähren, scheiden sie Mengen zuckerhaltiger Exkremente (Honigtau) aus. Der klebt und lockt andere Insekten und Wirbeltiere an. Doch die Blattlaus hat natürliche Feinde. Der bekannteste ist der 7-Punkt- Marienkäfer. Er vertilgt in seinem Leben mehrere tausend Blattläuse.

Was tun gegen die grüne Gefahr?

Hobbygärtner können bei leichtem Befall die befallenen Stellen mit einem harten Wasserstrahl abspritzen.

Bei mittlerem Befall kann man eine Brühe aus einem Kilogram Brennesseln auf 5-10 Litern Wasser 24 Stunden aufsetzen und unverdünnt spritzen.

Bei stärkerem Befall gilt die Verwendung von Niem-Präparaten als wirkungsvoll. Die Extrakte sind aus dem Samen des Niembaums leicht selbst herzustellen oder man greift auf fertige Niem-Mittel zurück. Sie sind rein biologischen Ursprungs und ohne Bedenken einsetzbar.

Anzeige