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Blasensprung: Baby überlebt trotz geplatzter Fruchtblase in der 16. Woche

Blasensprung: Baby überlebt trotz geplatzter Fruchtblase in der 16. Woche
Katy Evans Baby überlebte wie durch ein Wunder © dpa, Arno Burgi

Überlebenschance des Babys: Ein Prozent

Es ist der Albtraum jeder werdenden Mutter: In der 16. Woche ihrer Schwangerschaft platzt plötzlich Katy Evans' Fruchtblase. Die Ärzte raten der jungen Frau aus England zur Abtreibung, denn sie schätzen die Überlebenschancen des Babys auf nur ein Prozent. Doch Katy verliert nie die Hoffnung und wie durch ein Wunder bringt sie 18 Wochen später einen gesunden kleinen Jungen auf die Welt.

Für die 35-Jährige war es ein Schock, als ihr in der 16. Schwangerschaftswoche plötzlich Fruchtwasser an den Beinen herunterlief. Sofort fuhr sie ins Krankenhaus, wo ihr mitgeteilt wurde, dass sie einen sogenannten Blasensprung erlitten hatte. Ein Blasensprung ist ein Riss in der Fruchtblase, der dazu führt, dass Fruchtwasser aus der Gebärmutter ausdringt und den Säugling nicht mehr schützend umhüllt.

Die Ärzte gaben Katys Kind eine Überlebenschance von einem Prozent und rieten ihr zur Abtreibung. Selbst wenn das Kind überleben sollte, so die Ärzte, würde es vermutlich deformiert und nicht lebensfähig auf die Welt kommen. Und auch Mama Katy befand sich durch den Blasensprung in akuter Gefahr: Es hätte zu einer lebensgefährlichen Gebärmutterinfektion kommen können.

Doch die werdende Mutter gab nicht auf und verlor nie die Hoffnung, dass ihr Baby überleben würde. "Ich bin von Natur aus eine positive Person und ich habe mich geweigert, die Schwangerschaft aufzugeben oder um mein Baby zu trauern, bis wir genau wussten, was passieren würde", erklärt Katy in einem Gespräch mit der 'Daily Mail'.

Der nächste Ultraschall zeigt ein wahres Wunder

Zwei Tage lang blieb die 35-Jährige im Krankenhaus und wurde mit Medikamenten behandelt, um das Infektionsrisiko zu senken. Die Ärzte bereiteteten sie darauf vor, dass sie ihr Kind verlieren würde. Doch auch nachdem sie das Krankenhaus verließ und einige Zeit verging, erlitt Katy keine Fehlgeburt. Als sie zwei Wochen später für eine Untersuchung ins Krankenhaus zurückkehrte, zeigte das Ultraschallbild das Unglaubliche: Katys Fruchtwasser hatte sich regeneriert und das Baby entwickelte sich normal weiter.

Trotz allen Glücks erklären die Ärzte, dass Katys Fruchtblase erneut reißen könnte. Doch die Schwangerschaft der jungen Frau verlief regulär und im Januar 2014 platzt Katys Fruchtblase schließlich erneut. Das war immer noch sechs Wochen zu früh, doch Katy brachte einen rundum gesunden kleinen Jungen namens Leo zur Welt. "Leo endlich in meinen Armen zu halten, war so unglaublich besonders", erklärt Katy und kann ihr Mutterglück kaum fassen.

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