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Blasenentzündung: Symptome und Hilfe bei Zystitis

7 Tipps gegen Blasenentzündung
7 Tipps gegen Blasenentzündung So werden Sie schnell wieder fit 00:01:05
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Die Blasenentzündung: Weibliche Volkskrankheit Nummer eins

Viele Frauen wissen es aus eigener Erfahrung: Eine Blasenentzündung ist schmerzhaft und unangenehm. Dazu kommt das Gefühl, alle zehn Minuten zur Toilette zu müssen. Jede zweite Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben eine deftige Blasenentzündung. Mit diesen Tipps schützen Sie sich vor der Infektion.

Wie entsteht eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung bringt oft unangenehmes Brennen mit sich.
Jede zweite Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben eine deftige Blasenentzündung. © Udo Kroener - Fotolia

Ursache einer Blasenentzündung, in der Medizin Zystitis genannt, sind in der Regel Coli-Bakterien. Eine Unterkühlung im Bereich der Nieren, Hüfte, Beine und Füße begünstigt die Entstehung einer Blasenentzündung, da diese die Abwehrleistung des Immunsystems herabsetzt. Entgegen vieler Vorstellungen bekommen die meisten Frauen eher im Sommer als im Winter eine Blasenentzündung, denn nach dem Schwimmen wird der nasse Badeanzug oft nicht ausgezogen, sondern am Körper in der Sonne getrocknet. Perfekt für die Bakterien.

Weitere Faktoren, die eine Ansiedlung der Bakterien fördern, sind Geschlechtsverkehr (in der Medizin auch als Honeymoon-Zystitis bezeichnet) oder Störungen des Harnabflusses durch Veränderungen der Anatomie und Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus.

Die Harnröhre der Frau ist im Verhältnis zur männlichen sehr viel kürzer. Deshalb sind Frauen auch sehr viel häufiger als Männer von Harnwegsinfekten betroffen. Dazu kommt, dass bei ihnen der Harnröhrenausgang in unmittelbarer Nähe zu Scheideneingang und Darmausgang liegt.

Durch Unachtsamkeit bei der Körperhygiene oder beim Geschlechtsverkehr können daher die Darmbakterien viel leichter in die Harnwege eindringen und sich dort vermehren. Folge ist, dass sich die Schleimhäute der Harnröhre und -blase entzünden.

Symptome einer Blasenentzündung

Sie haben permanenten Harndrang, aber wenn Sie die Toilette aufsuchen, treten nur winzige Mengen Urin aus und das Ganze brennt auch noch unangenehm? Dann haben Sie sehr wahrscheinlich eine Blasenentzündung.

Neben dem Harndrang und Brennen können außerdem Unterleibsschmerzen, Krämpfe, Blut im Urin und Schmerzen in der Nierengegend auftreten. Bei den beiden letzteren Symptomen sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Vorbeugung und Behandlung einer Blasenentzündung

Einige Frauen leiden immer wieder unter Blasenentzündungen. Ihnen empfehlen wir vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um die Wahrscheinlichkeit, an einer Zystitis zu erkranken zu senken.

Der Toilettengang: Nach dem Sex sollten Sie die Toilette aufsuchen und urinieren, damit Bakterien gleich aus den Harnwegen gespült werden.

Die richtige Intimhygiene: Waschen Sie Ihren Intimbereich am besten nur mit klarem Wasser. Duschgels zerstören die natürliche Schutzfunktion der Vagina, was eine Blasenentzündung begünstigt.

Keine String-Tangas: Sie werden sich jetzt fragen, was Ihre Unterwäsche mit einer Blasenentzündung zu tun hat. String-Tangas sind im direkten Kontakt mit Darmausgang und Vagina, das macht es Darmbakterien sehr leicht in die Vagina zu gelangen und dort eine Infektion auszulösen. Sehen Sie daher von der sexy Unterwäsche ab und tragen am besten Baumwoll-Slips.

Beckenbodentraining: Betreiben Sie Beckenbodentraining, das fördert die Durchblutung des Intimbereichs und kann bei der Bekämpfung von Bakterien helfen.

Unten ohne in der Nacht: Dass sie tagsüber schlecht auf Unterwäsche verzichten können, ist nachvollziehbar, doch in der Nacht können und sollten Sie „unten ohne“ schlafen. Ihre Vagina kann besser atmen, es gibt keinen Hitzestau. Außerdem haben Bakterien, die es sich eventuell in Ihrem Slip bequem gemacht haben, keine Chance in Ihre Harnröhre oder Vagina zu wandern.

Richtig abwischen: Nach dem Toilettengang immer von vorne nach hinten abwischen, um eine Schmierinfektion mit Darmbakterien und so eine Blasenentzündung zu verhindern.
Weitere hilfreiche Hausmittel gegen eine Blasenentzündung finden Sie im Video oben.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Bei einer Blasenentzündung sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, da die Entzündung zu den Nieren hochwandern kann und dort schlimme Schmerzen und vor allem erhebliche Schäden anrichten kann. Im Zweifel wird Ihnen der Arzt ein Antibiotikum verschreiben, das die Bakterien bekämpfen.

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