Bin ich zu schüchtern? Schüchternheit erkennen und dagegen ankämpfen

Schüchtern sein bedeutet für viele Menschen, dass sie sich in ihrem Auftreten und Wirken anderen gegenüber unwohl und dadurch eingeschränkt fühlen. Wenn Sie auch mit diesem Problem zu kämpfen haben, finden Sie hier hilfreiche Tipps.

Schüchtern sein: Was ist das?

Man muss das schüchtern sein vom introvertiert sein abgrenzen. Denn das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe:

Ein Mensch der schüchtern ist, empfindet diesen Charakterzug meist als unangenehm und möchte dem am liebsten entfliehen. Schüchterne Leute schießen sich gesellschaftlich auch schnell mal ins Aus, wenn sie sich nicht kommunikativ verhalten und unsicher auftreten.

Introvertierte Menschen hingegen sind eher mit sich im Reinen, auch wenn sie nicht mit jedem sofort eine Kommunikation führen müssen und sich lieber bedeckt halten. Und das zeigt sich auch im Auftreten. Denn selbst wenn man introvertiert ist, kann man dennoch Selbstbewusstsein ausstrahlen. Wenn man schüchtern ist, fällt einem das deutlich schwerer.

Warum sind wir schüchtern?

Gründe, warum Menschen schüchtern sind, gibt es viele und ganz unterschiedliche. Zum einen können wir verunsichert sein durch Situationen, die wir in unserer Kindheit oder Jugend erfahren mussten. Haben wir uns einmal in einer Situation blamiert, kann es durchaus sein, dass wir auch in Zukunft in vergleichbaren Situationen verschüchtert auftreten.

Aber auch unsere aktuelle Lebenslage kann einschüchternd auf uns wirken und uns so unbemerkt schüchtern machen. Sie sind beispielsweise mit einem Partner zusammen, der Ihre Meinung ständig in Frage stellt? Sie arbeiten unter einem Chef, der Ihre Arbeit kritisiert oder Ihre Freunde nehmen Sie nicht ernst? Diese Dinge können Sie schnell einschüchtern, sodass Sie auch zurückhaltend auftreten.

Daran erkennen Sie, dass Sie schüchtern sind

Sie sind schüchtern, wenn …

… Sie Ihren Charakter und das, was Sie tun, schlecht reden und Ihnen lobende Worte unangenehm sind.

… Sie Kritik nicht als Ansporn für bessere Arbeit annehmen, sondern sich dadurch noch mehr einschüchtern lassen und lieber nichts mehr sagen.

… Sie Ihre Stärken nicht wertschätzen und sich lieber auf Ihre Schwächen konzentrieren.

… Sie Angst vor neuen Bekanntschaften haben oder davor, sich zu blamieren.

… Sie in Problemsituationen lieber nichts sagen, auch wenn Sie etwas stört.

Erkennen Sie sich in einigen der Punkte wieder? Dann sind sie sehr wahrscheinlich ein schüchterner Mensch.

Die gute Nachricht: Weil schüchtern sein im Kopf stattfindet und keine organische Krankheit ist, können wir mit bestimmten Strategien in der Regel selbst dagegen ankämpfen, um die Blockade im Kopf zu lösen. Dabei ist allerdings die Hilfe von Außenstehenden wie Familie und Freunden notwendig, die uns vom Gegenteil unseres Denkens überzeugen.

Trotzdem sollten Sie sich auch selbständig mit dem Thema auseinandersetzen, schließlich müssen Sie damit zurechtkommen.

4 Tipps gegen Schüchternheit

Die Karriere Bibel gibt folgende Tipps, wie Sie gegen Ihre Schüchternheit angehen können:

  1. Einsicht: Gestehen Sie sich ein, dass Sie schüchtern sind. Denn dann können Sie aktiv versuchen, die Ängste zu überwinden. Fragen Sie zum Beispiel einen Fremden nach der Uhrzeit oder suchen Sie sich eine Situation, bei der Sie wissen, dass Sie schüchtern sind und fordern sich damit selbst heraus.

  2. Üben: Melden Sie sich, wenn es zum Beispiel darum geht eine Präsentation zu halten. Jede Übung, bei der Sie nicht schüchtern sein dürfen, hilft Ihnen, die Schüchternheit zu überwinden.

  3. Aufhören zu grübeln: Schüchterne Menschen tendieren dazu, jede Situation auseinanderzunehmen und über die verschiedenen Möglichkeiten des Versagens nachzudenken. Von diesen Gedanken müssen Sie sich verabschieden und stattdessen ins kalte Wasser springen! Sprechen Sie Leute direkt an, ohne davor ewig nachzudenken, was alles passieren kann.

    Übrigens: Es gibt sogar einen Fachbegriff für die Gedanken über das eventuelle Scheitern. Sie nennen sich Emotionsregulierung.

  4.  Lächeln: Zum einen macht Sie das sympathischer, zum anderen strahlen Sie so ein Selbstbewusstsein aus, von dem Sie davor noch gar nicht wussten. Vor allem gegenüber unbekannten Menschen kann ein Lächeln schnell das Eis brechen und niemand wird merken, dass Sie eigentlich schüchtern sind. 
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