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Bildungsmonitor 2016: Wie gut ist das Schulsystem in Ihrem Bundesland?

Diese Bundesländer haben die besten Bildungssysteme
Diese Bundesländer haben die besten Bildungssysteme Bildungsmonitor 2016 00:01:47
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Sachsen ist Spitzenreiter in Sachen Bildung

Jedes Kind in Deutschland hat Anspruch auf eine kindgerechte Betreuung und Schulunterricht. Vielen Eltern liegt besonders die Ausbildung ihrer Kinder am Herzen. Wie gut die Bildungsqualität in den einzelnen Bundesländern ist, zeigt der 'Bildungsmonitor'. 2016 ist das Ergebnis eindeutig: Sachsen ist im Ranking ganz vorne - zum elften Mal in Folge!

Bildungsmonitor 2016: Wie gut ist das Schulsystem in Ihrem Bundesland?
© dpa, Julian Stratenschulte, jst

Mit Hilfe von 93 Untersuchungskriterien haben Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) herausgefiltert, welches Bundesland das beste Bildungssystem hat.

Aber was zeichnet ein gutes Bildungssystem aus? Dafür sprechen eine gute Infrastruktur, Ganztagsbetreuungsmöglichkeiten für Kinder und die Qualität der schulischen Leistungen beziehungsweise der Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen. Indikatoren für ein schlechtes Bildungssystem sind eine hohe Schulabbrecherquote oder Bildungsarmut. Je nach Erfüllung des Kriteriums wurden Punkte an die Länder verteilt.

Wie gut Ihr Bundesland abgeschlossen hat, sehen Sie in der Tabelle.

1. Sachsen (69,6 Punkte)

2. Thüringen (64,5 Punkte)

3. Bayern (60,4 Punkte)

4. Baden-Württemberg (57,2 Punkte)

5. Hamburg (56,0 Punkte)

6. Saarland (51,1 Punkte)

7. Sachsen-Anhalt (50,7 Punkte)

8. Rheinland Pfalz (50,2 Punkte)

9. Niedersachsen (50,0 Punkte)

10. Hessen (49,7 Punkte)

11. Mecklenburg-Vorpommern (48,5 Punkte)

12. Bremen (46,0 Punkte)

13. Schleswig-Holstein (44,4 Punkte)

14. Nordrhein-Westfalen (44,2 Punkte)

15. Brandenburg (43,5 Punkte)

16. Berlin (41,6 Punkte)

Keine Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr

In diesem Jahr lag ein besonderer Schwerpunkt der Studie auf der Leistung von ausländischen Schülern in Deutschland. Die Integration von Flüchtlingen auf deutschen Schulen sei derzeit die zentrale Herausforderung für das deutsche Bildungssystem und gerade dabei konnten die Experten nur Rückschritte im Vergleich zum Vorjahr feststellen. Aber auch im Allgemeinen konnte kein Bundesland seine Bildungsqualität verbessern.

"Zum ersten mal in 13 Jahren Bildungmonitor haben die Länder im Durchschnitt keine Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr erreicht. Vor allem bei der Intergration ausländischer Schüler gibt es sogar Rückschritte - so ist die Schulabbrecherquote unter Ausländern innerhalb eines Jahres von 10,7 auf 11,9 Prozent gestiegen", so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der 'INSM'.

In Zukunft sollten die Länder den Wettbewerb als eine Herausforderung sehen, die sie mit Ehrgeiz angehen, um ihre Bildungsqualität zu stäken, so Pellengahr. Studienleiter Prof. Dr. Axel Plünnecke appelliert für einen Fortschritt aber auch an die Landesregierungen: "Die Länder müssen der Bildung in den öffentlichen Haushalten einen höheren Stellenwert einräumen."

Im Jahr 2017 würde dies zusätzliche Bildungsausgaben des Staates in Höhe von 3,5 Milliarden Euro bedeuten. Das Geld soll unter anderem für zusätzliche KiTa-Plätze und Lehrpersonal gerade angesichts der Flüchtlingswelle ausgegeben werden.

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