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Beziehungspause: Macht die Trennung auf Zeit Sinn?

Beziehungspausen - oft nur die Angst vor der Trennung

Promis, wie Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones machen es vor - und auch im eigenen Umfeld sind Beziehnungspausen ein gern gewähltes Modell, um die Liebe zu prüfen oder auch wieder in Schwung zu bringen. Aber - sind Beziehungspausen nicht doch der Anfang vom Ende? Und kann eine Liebespause wirklich eine Liebe kitten oder funktioniert sie als Beziehungsretter nicht?

Susanne Veit, Paartherapeutinmein dazu: "Eine Beziehungspause kann natürlich erstmal Entspannung in der Situation bringen. Das heißt: Die Emotion geht ein bisschen runter, jeder kriegt einen klaren Kopf, kann sich Gedanken machen." Doch genau das - Abstand nehmen, noch mal über alles nachdenken - bringt natürlich auch Gefahren mit sich. Viele Pärchen sehen eine Trennung auf Zeit sehr kritisch, fürchten, dass es damit nur schlimmer wird und möglicherweise in einer Katastrophe endet. Oder ganz pragmatisch, dass ein Paar, dass eine Trennung auf Zeit in Erwägung zieht, sich auch gleich richtig trennen sollte.

Beziehungspause - das sagt die Paartherapeutin dazu

Die Zeit der Trennung sollte laut Susanne Veit dazu genutzt werden, dass jeder bei sich selbst schaut: Wo stehe ich und was erwarte ich von der Beziehung? Und ganz wichtig: Jeder sollte ganz klar Wünsche für die gemeinsame Zukunft formulieren.

Aber ist das vielleicht doch alles nur Theorie? Die Gefahren sind für die Therapeutin ganz klar: "Man gewöhnt sich ganz schnell an die neue Situation, man bekommt sehr schnell einen neuen Focus. Und die Paare trennen sich in der Regel ja nicht, weil sie vorher weniger Stress hatten. Man hat viel viel mehr Spaß, man hat weniger Stress und Streitigkeiten und unter Umständen findet man das ganz sexy und ganz toll."

Der Tipp der Paartherapeutin: "Ich glaube, es ist immer viel besser, wenn sich die Paare in der Beziehung anschauen, in der Beziehung bleiben, sich gemeinsam damit beschäftigen. Da hat man immer ein sofortiges Feedback, man weiß: Was erwartet der andere, was erwarte ich? Man kann sich anschauen, was ist passiert, was nicht?"

Und das Fazit von Susanne Veit ist auch ganz klar definiert: "Pause oder nicht Pause? Für mich steht eigentlich fest: Nicht Pause. Ich glaube, dass eine Beziehung viel leichter zu bewältigen ist und eine Veränderung viel leichter zu bewirken ist, wenn man zusammen bleibt und in der Beziehung versucht Veränderungen zu schaffen."

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