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Beziehung oder ein Baby? Wie würden Sie entscheiden?

Liebe statt Kinder
Liebe statt Kinder © Fotolia

Kinderwunsch für die Beziehung opfern?

Verzichtet sie für ihren neuen Partner auf Kinder? Jennifer Aniston, deren Image ja zwischen "Hollywoods frustriertestem Single" und "Hollywoods begehrenswertester Frau" changiert, soll - so hat es ein sogenannter "Insider" auf "ShowbizSpy" ausgeplaudert - ihren Kinderwunsch erst einmal aufgegeben haben. "Ihre oberste Priorität ist die Beziehung zu Justin. Und Justin hat von Anfang an gesagt, dass er so bald keine Familie gründen möchte." Aber, beruhigt der "Insider", die Schauspielerin könne sich weiterhin vorstellen, "irgendwann Nachwuchs zu bekommen." Justin Theroux ist 40, Jennifer Aniston ist 43 Jahre alt.

Von Ursula Willimsky

Wie viel Zeit ihr rein biologisch gesehen noch bleibt, um "irgendwann" Kinder zu bekommen, sei dahingestellt. Möglich ist ja vieles. Im Moment, so der "Insider", wolle sie eben ein Leben ohne Kinder, weil sie "nicht ihre Beziehung aufs Spiel setzen" möchte.

Ja zur Beziehung, nein zum Baby?

Gewollt kinderlos. In Deutschland haben etwa ein Viertel aller Frauen der Jahrgänge 61 bis 65 keine Kinder. Wie viele von ihnen sich bewusst gegen die Mutterrolle entschieden, ist nicht bekannt. Seit Mitte der 60er Jahre die Pille auf den Markt kam und Paare - oder Frauen - tatsächlich die Entscheidungsfreiheit haben über die Frage, ob sie Kinder wollen oder nicht, hat das natürlich Folgen für die Kinderfrage.

Die Frauen können entscheiden. Und auch die Männer. Vater werden muss man sich erst einmal leisten können - was dank zunehmend geforderter Mobilität und Angst vor Arbeitslosigkeit immer schwieriger wird. Hinzu kommt vielleicht die Angst, nach einer Scheidung von der Kindsmutter jahrelang Alimente zahlen zu müssen. Aber auch die Herkunftsfamilien spielen eine große Rolle: Wer bis zum 15. Lebensjahr nicht mit beiden leiblichen Eltern aufgewachsen ist, wünscht sich weniger Kinder, fand eine Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung heraus. "Im Gegenzug wünschen sich junge Männer, die mit beiden Eltern aufgewachsen sind, häufiger eine Familie mit drei und mehr Kindern." Und: "Für fast vierzig Prozent der befragten Männer zwischen 15 und 42 Jahren wäre eine Vaterschaft zum Befragungszeitpunkt 'sehr unangenehm'". Außerdem denke fast die Hälfte der jungen Männer, dass sich durch ein Kind "die Möglichkeit, zu tun, was sie wollen", verschlechtern würde.

Und die Frauen? Die wollen vielleicht erst Karriere machen, sie haben ja noch Zeit. Und dann? Entscheiden sie sich entweder gegen ein Kind. Oder sie entwickeln einen Kinderwunsch und finden einfach nicht den "richtigen" Mann. Sollen sie dann bei dem kindunwilligen - oder vielleicht ja einfach nur vateruntauglichen - Mann bleiben? Und versuchen, mit ihm eine Partnerschaft eben nur zu zweit zu führen? Oder sich auf dem heißumkämpften Singlemarkt auf die Suche machen nach dem potenziellen Vater? Diese schwere, weil wirklich lebensentscheidende Frage, muss wahrscheinlich jede für sich selbst entscheiden.

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