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Betriebskosten sinken: Das kriegen Sie dieses Jahr nach der Nebenkostenabrechnung zurück

Günstigere Nebenkosten sorgen für saftige Rückzahlung
Günstigere Nebenkosten sorgen für saftige Rückzahlung Geldregen für Verbraucher 00:02:05
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Betriebskostenabrechnung birgt keine "böse Überraschung"

Die Zeiten, in denen Betriebskosten das Wohnen immer teurer machten, sind vorerst vorbei. Günstige Preise für Öl und Gas lassen die Betriebskosten für Mieter in Deutschland weiter sinken, meldet der Deutsche Mieterbund, der jährlich einen Betriebskostenspiegel veröffentlicht. Mieter dürfen sich demnach über eine saftige Rückzahlung freuen.

Schon für das Jahr 2014 lagen die Betriebskosten durchschnittlich bei 2,17 Euro pro Quadratmeter und Monat und waren damit zwei Cent unter dem Schnitt des Vorjahres. Für 2015 erwartet der Mieterbund einen weiteren Rückgang. Das bedeutet, dass Mieter 2016 wohl keine "böse Überraschung" erwarten, wenn die Betriebskostenabrechnung der vergangenen zwölf Monate ins Haus flattert – eher im Gegenteil.

"Seit Menschengedenken gehen erstmal in Deutschland die Betriebskosten zurück und hauptverantwortlich dafür sind die Heizkosten", erklärt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund e.V., "Rund zweidrittel der Betriebskosten entfallen auf Heizung und Warmwasser. Und wenn in diesem Bereich Bewegung ist, dann bewegt sich die Betriebskostenabrechnung für den Mieter insgesamt."

Im Schnitt bekommen Mieter oder auch Eigentümer für rund 80 Quadratmeter Wohnraum circa 77 Euro zurück. Das Vergleichsportal 'Heizöl24' rechnet mit bis zu 30 Prozent Rückzahlungen auf den Heizkostenvorschuss für das Jahr 2016. Aber auch für die Gasnutzer fällt das Jahr 2016 günstiger aus. Immerhin um fünf Prozent ist auch der Gaspreis gefallen.

Tipp: Lassen Sie Ihre Betriebskostenabrechnung prüfen

Falls sie aber trotz der gesunkenen Preise mehr bezahlen als im Vorjahr, sollten Sie Ihre Abrechnung prüfen. "Wir sagen als deutscher Mieterbund, jede zweite Abrechnung ist falsch. Hört sich ganz fürchterlich an, aber das ist leider die Erfahrung, die unsere örtlichen Mietervereine bei der Überprüfung machen", so Ropertz.

Kosten für Reparaturen, Instandhaltung, Verwaltung und Leerstand gehören zum Beispiel nicht auf die Betriebskostenabrechnung. Wenn Sie sich unsicher mit Ihrem Vertrag oder der Abrechnung sind, können Sie beides auch vom Mieterverein prüfen lassen. Außerdem gibt es inzwischen Online-Portale, die diesen Service anbieten. Experten empfehlen diese Art der Überprüfung allerdings eher weniger.

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