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Berlin: Mann bekommt Baby und zieht vor Gericht

Schwangerer Mann bekommt Baby
In Berlin brachte ein Mann, der früher einmal eine Frau war, ein Baby zur Welt © dpa, Felix Heyder

Der Mann, der kürzlich in Berlin ein Baby zur Welt gebracht hat, zieht nun vor Gericht. Der Grund: Das Standesamt will ihn nicht als Vater, sondern nur als Mutter anerkennen. Dabei fühlt und lebt der Mann schon seit Jahren als Mann - nur eben mit weiblichen Geschlechtsorganen, die die Geburt seines Babys überhaupt möglich machten.

Laut der 'B.Z.' kommen jetzt auch erste Details über ihn ans Licht: Er soll Ende 20 sein, zierlich, ohne Brüste und einen Bart tragen - wie ein Mann.

Bereits im April hat der Transsexuelle (biologisch weiblicher „Mann“) sein Wunschbaby geboren – per Hausgeburt und mit Hilfe einer Hebamme, wie 'Bild' unter Berufung von Dokumenten des Jugendamts Berlin-Neukölln berichtet.

Grund für die Hausgeburt war der Umstand, dass Krankenhäuser verpflichtet sind, bei der Geburt den Namen der Mutter anzugeben. Dagegen hat sich der transsexuelle Berliner bewusst entschieden, weil er offiziell in der Geburtsurkunde als Vater, nicht als Mutter des Kindes geführt werden wollte.

Das Geschlecht des Kindes, das laut 'Spiegel' mit einer künstlichen Samenspende gezeugt wurde, ist nicht offiziell bestätigt.

Die Schwangerschaft eines transsexuellen Mannes ist dann möglich, wenn der Betroffene zwar beschlossen hat, als Mann zu leben und unter Umständen auch entsprechende Hormone für Bartwuchs bekommt, seine Gebärmutter und Eierstöcke aber noch vorhanden sind.

Als „schwangerer Mann“ tritt der transsexuelle Berliner in die Fußstapfen des US-Amerikaners Thomas Beatie, der bereits drei Kinder zur Welt gebracht hat.

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