Bei der Geburt getrennt: Zwillinge finden sich zufällig wieder

Freunde entdeckten die verblüffende Ähnlichkeit

Diese Geschichte klingt wie 'Das doppelte Lottchen' - hat sich aber tatsächlich so zugetragen. Zwillingsschwestern, die bei der Geburt getrennt wurden und von der Existenz der anderen überhaupt nichts wussten, haben sich durch Zufall wiedergefunden.

Bei der Geburt getrennt: Zwillinge finden sich bei Facebook wieder
Zwillinge finden sich nach 25 Jahren wieder © Youtube

Anais Bordier (26) und Samantha Futerman (26) wurden beide am 19. November 1987 in Busan, Südkorea, geboren und getrennt voneinander zur Adoption freigegeben. Während die eine zu einer Familie nach Frankreich kam, wuchs die andere in den Staaten auf. Freunde von Anais entdeckten im letzten Jahr zufällig ein Youtube-Video von Samantha und waren von der Ähnlichkeit der beiden Mädchen verblüfft. Anais suchte Samantha daraufhin bei Facebook und schickte ihr eine Freunschaftsanfrage.

"Ich bekam eine Nachricht von einem Mädchen aus London", erzählt Samantha in der US-Show 'Good Morning America'. "Sie erzählte mir, dass sie mich in einem Youtube-Video gesehen hätte und herausgefunden hätte, dass wir beide adoptiert sind, am selben Tag und in der selben Stadt geboren wurden. Es war einfach verrückt, als ich ihr Profilbild sah. Sie sah genauso aus wie ich! Man kann sich gar nicht vorstellen, irgendwo eine Zwillingsschwester zu haben, von der man nichts weiß."

Jetzt wollen sie ihre Geschichte verfilmen

Nach ein paar Video-Telefonaten via Skype lernten sich die zwei im Mai 2013 schließlich persönlich kennen und besuchten sich von da an immer wieder gegenseitig. Samantha wohnt mittlerweile in Los Angeles und arbeitet dort als Schauspielerin, während Anais als Fashion-Designerin in London ihr Geld verdient. Um jeden Zweifel auszulöschen, haben die beiden nun auch einen DNA-Test durchführen lassen, der endgültig beweist: Sie sind Zwillinge!

"Ich habe immer gedacht, dass etwas in meinem Leben fehlt", erzählt Anais. "Ich hatte einen imaginären Freund, als ich ein Kind war. Ich schätze, ich brauchte einfach diesen Trost." Jetzt haben die beiden eine Kampagne gestartet, um Geld für einen Dokumentarfilm über ihre außergewöhnliche Geschichte zu sammeln.

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