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Bei Bibber-Kälte Kinder richtig anziehen

Bei Bibber-Kälte Kinder richtig anziehen
© dpa, Michael Reichel

Kinder im Winter richtig anziehen

Für Kinder macht ein echter Winter mit klirrender Kälte einfach nur Spaß: Sie spielen und toben auf Schnee und Eis, vergessen dabei oft die Zeit - und manchmal auch, wie kalt es eigentlich ist. Denn der kalte Spielspaß bringt auch Gefahren mit sich. Einige Körperteile sind bei der Kälte besonders gefährdet.

Denn Körperteile, die am weitesten entfernt sind - also Nasenspitze, Fingerspitze, Füße - sind die, die am schnellsten auskühlen, weiß Kinderärztin Dr. Susann Blüher. Deshalb sollten Eltern unbedingt auf gute Schuhe, Handschuhe und Mütze achten. Zur Not auch einen Schal über die Nase ziehen, damit die nicht auskühlt.

Je kleiner das Kind, umso größer besteht die Gefahr, dass es auskühlt, weil es viel weniger Körpervolumen hat. Es ist deshalb wichtig, Kleinkinder auch im Kinderwagen gut vor Kälte zu schützen. Eltern sollten sie so zudecken, dass nur noch das Gesicht herausguckt. Damit die Nasenspitze nicht abfriert, sollte man Kindern das Gesicht gut eincremen.

Wie sich die Kälte auf den Körper auswirkt, hat Kinderärztin Dr. Susann Blüher mit einer Wärmebildkamera getestet. Die Wärmebildkamera zeigt mit den roten Stellen an, wo der Körper Wärme nach außen abgibt. Dort ist es besonders kalt. Blaue Stellen bedeuten: Hier ist der Körper gut isoliert und somit optimal geschützt.

Bei einem Jungen ohne Mütze zeigt die Wärmebildkamera ein knallrotes Gesicht an. Der Körper lässt hier zu viel Wärme aus dem Körper, es besteht Erfrierungsgefahr. Eine Mütze ist wichtig, weil der Körper auch über das schützende Haar Wärme verliert. Laut neuer Studien geht allerdings über den Kopf nicht mehr Wärme verloren als über andere Körperteile.

Besonders kalt kann es werden, wenn man schwitzt und deshalb Kleidung auszieht. Ein Mädchen hat sich ihrer Handschuhe entledigt, weil die beim Schlittenfahren nass geworden sind. Die Wärmebildkamera zeigt, dass die Hände viel zu kalt sind. Ihre kleine Schwester dagegen ist rundum gut angezogen, hat aber trotzdem ganz rote Wangen. Für die Expertin Dr. Blüher ein klares Zeichen für gute Durchblutung: "Der Körper versucht natürlich die Stellen, die kühl sind, besonders zu durchbluten und dort Wärme hin zu transportieren. Und das ist einfach die Rötung, die wir sehen."

Sorgen sollt man sich bei Kindern immer dann machen, wenn die Haut blass ist oder bläulich verfärbt. Denn das sind Anzeichen von Erfrierungen.

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