Behinderte für Freizeitparks mieten: US-Familien umgehen so die Warteschlangen

Behinderte für Freizeitparks mieten: US-Familien umgehen so die Warteschlangen
© REUTERS, SCOTT AUDETTE

US-Familien mieten Behinderte für Freizeitparks

In den meisten Freizeitparks muss man sich auf lange Wartezeiten vor dem Eingang und vor den Fahrgeschäften einstellen. Um diese zu umgehen, scheint sich in den USA gerade eine neue Praxis zu etablieren: Menschen mit Behinderung werden dafür bezahlt, dass sie als Begleiter dabei helfen, Extra-Nebeneingänge zu nutzen - ohne Wartezeit.

Für einen Tag im Freizeitpark brauch man viel Geduld: Bereits am Eingang bilden sich häufig lange Schlangen und man muss mit enormen Wartezeiten rechnen. Hat man es einmal in den Park hinein geschafft, erwartet einen vor den Fahrgeschäften und Attraktionen das gleiche Bild. In einigen Freizeitparks in den USA hat man das Problem bereits seit Längerem erkannt. Sie bieten den Besuchern Zusatztickets oder spezielle VIP-Touren an, mit denen man in der Lage ist, das Problem buchstäblich zu umgehen. Natürlich nur gegen einen Aufpreis.

Einigen US-Bürgern scheint dieses Angebot jedoch nicht ausreichend: Familien sollen Behinderte dafür bezahlen, dass sie einem als Begleiter dabei helfen, schneller an den Warteschlangen vorbei zu kommen. Denn Menschen mit Handicap, sowie deren Begleiter oder Aufsichtsperson werden in den Freizeitparks bevorzugt behandelt und müssen sich nicht in die Warteschlangen einreihen. Es soll ein regelrechter Markt für diesen „Service“ existieren und in der Tat „Dienstleister“ geben, die die Behinderten an die Familien „vermietet“. Auch etablierte Reiseveranstalter machen mittlerweile mit.

Die Freizeitparks sprechen von inakzeptablem Verhalten, sollte sich der Verdacht, dass es diese Firmen tatsächlich gibt erhärten. Man will die Vorwürfe daher nun prüfen und gegebenenfalls dagegen vorgehen.

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