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Beeindruckendes Video: So sieht es aus, wenn der Zahnarzt Löcher füllt!

Faszinierend: So entsteht eine Zahnfüllung
Faszinierend: So entsteht eine Zahnfüllung Aus der Perspektive des Zahnarzts 00:00:54
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Der Gang zum Zahnarzt kostet Überwindung

Der Gang zum Zahnarzt ist für den einen oder anderen wie der Gang zum Schafott. Bohren, schleifen, gluckern – für den Patienten kann sich die Geräuschkulisse auf dem Zahnarztstuhl angsteinflößend anhören. Das Schlimme ist aber vor allem die Ungewissheit: Denn kaum jemand weiß, was der Arzt da eigentlich treibt.

Faszinierendes Video nimmt Patienten die Angst

Wie geht der Zahnarzt vor, wenn er ein Loch im Zahn füllen muss? Dieses beeindruckende Video zeigt es Schritt für Schritt und nimmt Ihnen garantiert etwas die Angst vor dem nächsten Zahnarztbesuch!

Welche Zahnfüllung ist die richtige für mich?

Ist der Karies erstmal da, ist das Loch nicht weit. Längst gibt es diverse Möglichkeiten, wie der Zahn repariert und gefüllt werden kann. Doch: Welche Zahnfüllung ist überhaupt die richtige für mich? Hier haben wir für Sie alle Vor- und Nachteile der gängigen Füllmaterialien zusammengestellt.

Amalgam

Amalgamfüllung
Patient mit Amalgamfüllungen. © iStockphoto

Die häufigsten Zahnfüllungen von kariösen Seiten- und Frontzahnbereich werden mit Amalgam angefertigt. Das wird von den Krankenkassen in der Regel komplett übernommen. Aus ästhetischen Gründen wird auf die dunkel silberfarbenen Amalgamfüllungen von Schneide- und Eckzähnen verzichtet.

Amalgam besteht aus einem Gemisch aus Silber, Zinn, Kupfer und Quecksilber. Praktisch ist, dass das Gemisch auch starkes Kauen aushält und normalerweise gut verträglich ist. Es hält bei Patienten bis zu acht Jahre im Durchschnitt.

Wegen des Quecksilberanteils ist es jedoch nicht unumstritten. Daher wird bei Kindern, Schwangeren und vorerkrankten Menschen auf Amalgam verzichtet.

Komposit

Komposit ist ein Gemisch, das zu 80 Prozent aus Kieselsäuresalz und zu 20 Prozent aus Kunststoff besteht. Das zahnfarbene und unauffällige Komposit ist ideal für Füllungen an Schneide-, Eck- und Seitenzähnen. Je nachdem kann das Gemisch sogar individuell in der eigenen Zahnfarbe eingefärbt werden. Außerdem ist der Stoff langlebig und bleibt auch unter Kaudruck in Form. Durchschnittlich hält eine Kompositfüllung jedoch nur vier bis sechs Jahre.

Bei kleineren Kariesschäden genügt eine einfache Füllung. Bei tiefen Löchern verarbeitet der Zahnarzt meist eine geschichtete Kompositfüllung, die nach und nach mit UV-Licht aushärtet. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, Schwangere und Patienten, die nachgewiesen eine Amalgamallergie haben, sowie Menschen mit Nierenfunktionsstörungen bekommen Kompositfüllungen im Backenzahnbereich sogar voll von der Krankenkasse bezahlt. Menschen, die nicht in einer der Kategorien fallen, können nur auf Zuschüsse der Kassen hoffen.

Gold-Inlay

Gold-Inlays
Patient mit Gold-Inlays. © iStockphoto, hjschneider

Gold-Inlays eignen sich am besten, wenn die Kaubelastung zu hoch ist für Stoffe wie Amalgam oder ähnlichen Materialien. Außerdem ist es eine Option für Menschen mit Allergien oder Bedenken gegenüber Komposit oder Amalgam. Im Durchschnitt haben Gold-Inlays mit bis zu 15 Jahren die längste Haltbarkeit.

Nur optisch sind sie kein Highlight. Es ist zwar möglich, die Gold-Inlays keramisch zu verblenden, allerdings bleibt ein goldener Rand aus technischen Gründen stets sichtbar.

Keramik-Inlay

Ähnlich wie Gold-Inlays werden Keramik-Inlays erst im Labor individuell angefertigt und dann in den präparierten Zahn eingeklebt. Ein klarer Vorteil gegenüber den Gold-Inlays ist, dass die weißen Keramik-Inlays nicht nur körperverträglich sind, sondern auch von der Ästhetik her punkten.

Ein Manko: Sie sind bei starker Kaubelastung eher bruchgefährdet als alle anderen Füllmaterialien. Keramik-Inlays haben eine Lebensdauer von acht bis zehn Jahren – so der Durchschnitt.

Glasionomerzement und Komponer

Beide Füllmaterialien werden vorrangig als Übergangslösungen genutzt. Die sogenannten Provisorien werden auch häufig für Milchzähne verwendet. Glasinomerzement hat eine durchschnittliche Lebensdauer von nur ein bis zwei Jahren. Komponer hingegen, das ein Gemisch aus Glasinomerzement und Komposit ist, hält immerhin bis zu sechs Jahre.

Was zahlen die Kassen?

Amalgamfüllungen wird in aller Regel komplett übernommen. Die Kassen zahlen in puncto Füllungen nur bedingt: Inlays werden zwar von vielen gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst, allerdings muss der Patient einen Eigenanteil selber bezahlen. Der Betrag ergibt sich jeweils aus Material- und Anfertigungsaufwand. Zahnfüllungen halten in der Regel und bei guter Zahnpflege je nach Material zwischen vier und 15 Jahren.

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