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Beautylexikon: Xylit

Xylit – Zuckerersatz mit Anti-Karies-Wirkung

Xylit wird als Zuckerersatz in Kaugummis und Bonbons verwendet. Weniger bekannt ist folgender gesundheitlicher Aspekt: Xylit vermindert Plaque und hemmt Karies. Hundebesitzer sollten allerdings aufpassen, denn für Hunde ist die Substanz giftig.

Was ist Xylit genau?

Xylit, auch Xylitol oder Birkenzucker genannt, wurde im Jahre 1890 von Emil Fischer entdeckt, der 1902 für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Zuckerchemie einen Nobelpreis erhielt. Er isolierte einen bis dahin unbekannten Zuckeralkohol aus Buchenspänen und gab ihm den Namen Xylit, abgeleitet vom Holzzucker Xylose. In der Natur kommt Xylit sowohl in vielen Obst- und Gemüsesorten als auch in der Rinde von Buchen und Birken vor. Xylit hat nahezu die gleiche Süßkraft wie gewöhnlicher Haushaltszucker bei 40 Prozent weniger Kalorien. Er wird vor allem in Kaugummis, aber auch in Bonbons und anderen Süßigkeiten als Zuckerersatz verwendet. Xylit ist vollkommen ungiftig. Bei jedem Menschen entsteht im natürlichen Glucosestoffwechsel täglich zwischen 5 und 15 Gramm Xylit. Hohe Dosen können allerdings abführend wirken.

Wirkung gegen Karies

Die Herstellung von Xylit ist verhältnismäßig teuer. Der Grund, warum es sich als Zuckerersatzstoff dennoch immer stärker durchsetzt, ist folgender: Medizinische Studien konnten nachweisen, dass durch den Ersatz von Haushaltszucker, der in der Fachsprache auch Saccharose genannt wird, durch Xylit die Entstehung von Karies um 85 Prozent gesenkt werden konnte. Außerdem hemmt Xylit zahnschädigende Säuren und sorgt damit für die Härtung der Zähne. Eine finnische Forschergruppe zeigte, dass der Effekt von Xylit sogar von der Mutter auf das Kind übertragen wird. Karies-Bakterien im Speichel der Mutter werden beim gemeinsamen Benutzen von Besteck, bei Küssen oder beim Ablecken des Schnullers auf Kleinkinder übertragen. Kaut die Mutter regelmäßig Xylit-Kaugummis, haben auch die Kinder weniger schädliche Bakterien im Mund und bekommen seltener Karies.

Vorsicht bei Haustieren

So positiv die Wirkungen von Xylit bei Menschen auch sein mögen: Was für uns ungiftig ist, wirkt bei Tieren oft ganz anders. Das ist auch beim Zuckeraustauschstoff Xylit der Fall. Produkte, die mit dem Birkenzucker gesüßt sind, sind für Hunde giftig. Bei ihnen führt Xylit zu Leberversagen und Störungen der Blutgerinnung. Deshalb ist Vorsicht geboten: Wer einen Hund hat, sollte mit Xylit gesüßte Bonbons oder Kaugummis nicht offen herumliegen lassen. Für Katzen ist die Substanz unschädlich. Bei den Stubentigern vermindert sie sogar Plaque und Zahnstein.

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