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Beautylexikon: Urea (Harnstoff)

Die Heilkraft von Urea

Besonders in der kalten Jahreszeit klagen viele Menschen über trockene Haut. Harnstoff erweist sich hier als echtes Wundermittel. Denn das Mineral, das in der Medizin auch als Urea bezeichnet wird, wird in Salben und Cremes für Heilungszwecke und für die Hautpflege verwendet. Darüber hinaus findet Harnstoff aber auch in industriellen und landwirtschaftlichen Prozessen Verwendung, so beispielsweise bei der Filterung von Abgasen, als Stabilisator von Lebensmitteln, als Düngemittel oder als Futterzusatz. Die organische Substanz bildet im nicht gelösten, festen Zustand weiße Kristalle, die hygroskopisch oder auch wasseranziehend wirken. Harnstoff ist geruchlos und ungiftig. Er kann auch synthetisch hergestellt werden.

Die Bedeutung von Urea für die Hautpflege

Harnstoff ist von Natur aus in der Haut enthalten. Der natürliche Feuchthaltefaktor der Hornschicht ('Natural Moisturizing Factor', NMF), der obersten, aus absterbenden verhornten Zellen bestehenden schützenden Schicht der Haut, enthält ungefähr sieben Prozent Urea. Dieser stammt hauptsächlich aus dem Eiweißumbau der Hautzellen. Er wirkt feuchtigkeitsbindend, bakterienabtötend und lindert Juckreiz. Die Haut wird dadurch glatter, geschmeidiger und widerstandsfähiger. In der Dermatologie wird Harnstoff daher allgemein gegen Verhornungsstörungen der Haut eingesetzt. So löst er in hoher Konzentration in der Haut die Zellen der Hornschicht auf. In niedrigeren Konzentrationen von ungefähr zehn Prozent macht er die Hornschicht weicher.

Behandlung mit Harnstoff

Es wurde festgestellt, dass trockene Haut häufig deutlich niedrigere Konzentrationen an Harnstoff aufweist als normale Haut. Mit geringeren Anteilen von zwei bis fünf Prozent ist Urea daher Bestandteil vieler pflegender und feuchtigkeitsspendender Hautcremes und Lotionen und überzeugt nicht zuletzt durch eine überaus positive Wirkung bei Leiden wie beispielsweise Neurodermitis, Schuppenflechte oder auch bei Altershaut. Bessert sich der Hautzustand durch die Anwendung harnstoffhaltiger Mittel, sollte eine Dauerpflege mit diesen Präparaten angestrebt werden. Wird die Behandlung allerdings unterbrochen, tritt häufig bald der alte Zustand wieder ein. Zubereitungen mit hohen Urea-Konzentrationen dürfen nicht auf entzündeten Stellen verwendet werden, weil es dann zu einem unangenehmen Brennen auf der Haut kommen kann. Personen mit Nierenfunktionsstörungen wird empfohlen, Präparate mit hohen Konzentrationen von Urea nur nach Rücksprache mit einem Arzt zu verwenden.

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