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Beautylexikon: Teint

Der Teint – Farbe und Beschaffenheit der Haut

Im Deutschen wird der Begriff 'Teint' meistens mit 'Hautfarbe' übersetzt. Es handelt sich um ein körperliches Merkmal, das mit der Struktur der Gefäße und der Hautpigmentierung zusammenhängt. Beim Menschen ist der Teint nicht am ganzen Körper gleich. Fußsohlen und Handflächen sind in der Regel heller als die übrige Haut. Dies hängt damit zusammen, dass diese Regionen wenig Melanin enthalten.

Genetische Einflüsse auf die Haut

Verschiedene Ethnien haben unterschiedliche Hautfarben. Der Grund dafür ist die Genetik des Menschen, die zu einem großen Teil den Teint bedingt. Aber auch Gendefekte können die Hautfarbe ausmachen. Das beste Beispiel dafür ist der 'Albinismus'. Betroffene Menschen haben entweder kein oder nur sehr wenig Melanin. Haut und Haare werden dadurch sehr hell – in Extremfällen sogar weiß.

Üblicherweise erben wir unsere Hautfarbe allerdings von unseren Eltern, wobei dunklere Hautfarben dominant gegenüber helleren sind. Übrigens: Dass Europäer und Asiaten eher helle Haut haben, wird durch 'Albinismus' des Typs 'OCA4' bedingt. Allerdings sind noch nicht immer alle Gene identifiziert, die mit der Farbe des Teints zu tun haben.

Entwicklung der Hautfarbe beim Menschen

Unterschiedliche Hautfarben innerhalb verschiedener Populationen hängen mit der Evolution zusammen. Die Evolutionstheorie besagt, dass Merkmale sich eher ausprägen und erhalten, wenn durch diese ein Vorteil entsteht. In Bezug auf den Teint wird davon ausgegangen, dass die dunkle, afrikanische Hautfarbe den Ursprung bildete. Die anderen helleren Hauttöne sind vermutlich erst später entstanden. Dass sich diese Mutationen erhalten haben, hing mit der UV-Intensität der jeweiligen Gebiete zusammen. Andere Evolutionstheoretiker gehen davon aus, dass der Grundteint bräunlich war. Dunklere und hellere Teints könnten demnach Extremstufen sein, die sich aufgrund von Anpassungen an die Sonneneinstrahlung entwickelt haben.

Regulation der Hautfarbe

Mithilfe von Kosmetika wie Make-up oder Sonnenschutz verändern oder beeinflussen wir unseren Teint. Zur Hautaufhellung oder Erhaltung einer helleren Hautfarbe dienen beispielsweise Sonnenschirme und Bekleidung wie Hüte, Tücher oder Handschuhe. Auch kosmetisch kann die Haut aufgehellt werden. Die Methoden sind jedoch häufig schädlich. In Japan wird zu diesem Zweck an einem künstlichen Stoff mit dem Namen 'Rucinol' geforscht. Damit soll es möglich sein, eine Änderung des Hauttyps von IV zu II zu erreichen, also vom sogenannten mediterranen Hauttyp zum nordischen Hauttyp.

Ein brauner Teint durch Sonnenbaden

Viele Menschen, gerade in Europa, wünschen sich einen knackig braunen Teint. Im Sommer bräunen wir daher unsere Haut am liebsten bei einem ausgiebigen Sonnenbad. Eine Alternative bieten Sonnenstudios. Um Schädigungen der Haut in Grenzen zu halten, werden Sonnencremes oder -lotionen verwendet. Bei übermäßigem Sonnenbad erhöht sich das Risiko auf Hautkrebs.

Schonender und gesünder sind Selbstbräuner, die künstlich einen braunen Teint herbeiführen. Problematisch bei diesen Produkten ist allerdings, dass sie nur schwer gleichmäßig aufzutragen sind und schnell Flecken hinterlassen.

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